Heute ist es wieder soweit – der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Jährlich am 28. April soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass sichere und gesunde Arbeitsbedingungen ein Menschenrecht sind.

Gesundheitsmanagement in Unternehmen in Zeiten von Corona

Laut Statista wurden im Jahr 2018 877.198 Unfälle in Deutschland gemeldet. 420 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. In Zeiten von Corona nehmen die Sicherheit und der Gesundheitsschutz von Angestellten am Arbeitsplatz eine besondere Stellung ein. Auch Betriebe die bisher geringeren Gesundheitsrisiken und Gefahren ausgesetzt waren, müssen sich nun Gedanken darüber machen, wie sie Ihre Angestellten vor einer Infektion schützen. Das Bundesministerium für Arbeit und Gesundheit hat in der letzten Woche bereits konkrete Vorschläge veröffentlicht, wie ein einheitlicher Arbeitsschutz gegen das Coronavirus aussehen kann:

  1. Arbeitsschutz gilt – ergänzt um Infektionsschutz!
  2. Mit Sozialpartnern, Expert*innen, Vorsorge!
  3. Mindestens 1,5 m Abstand einhalten!
  4. Wenig direkter Kontakt im Betrieb, Abläufe entzerren!
  5. Niemals krank zur Arbeit!
  6. Mehr Schutz bei unvermeidlichem direktem Kontakt!
  7. Hygiene immer und überall ermöglichen!
  8. Risikogruppen besonders schützen!
  9. Betriebliche Routinen für Infektionsfälle erarbeiten!
  10. Maßnahmen aktiv kommunizieren!

Diese Arbeitsschutzstandards beziehen sich aber lediglich auf passive, bedingungsbezogene Maßnahmen. Um Mitarbeiter langfristig zu schützen, ihr Immunsystem zu stärken und zu verhindern, dass immer mehr Menschen zu der Kategorie „Risikogruppe“ gehören ist ein positives Gesundheitsverhalten (z.B. ausreichende Bewegung oder Sport, ausgewogene Ernährung, das Minimieren von Gesundheitsrisiken) erforderlich. Diese Faktoren führen dazu, sich zum Beispiel vor Krebs-, Herzkrankheiten oder Typ-2-Diabetes zu schützen.

Fazit

Die Gesundheit von Beschäftigten wird durch das Arbeitsschutzgesetz unterstützt, weil jedoch die Menschen ca. 70 Prozent ihrer wachen Lebenszeit außerhalb des Arbeitsplatzes verbringen (in Zukunft durch mehr Homeoffice wahrscheinlich noch mehr), ist es vor allem entscheidend die individuelle Eigenverantwortung zu stärken. Ein modernes betriebliches Gesundheitsmanagement beschäftigt sich also nicht nur mit den Arbeitsbedingungen, sondern befähigt in erster Linie jeden Einzelnen zu einem gesünderen Lebensstil, der somit seinen Gesundheitszustand und dadurch seine persönliche und berufliche Leistungsfähigkeit nachhaltig verbessert.

Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/6051/umfrage/gemeldete-arbeitsunfaelle-in-deutschland-seit-1986/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/276002/umfrage/gemeldete-toedliche-arbeitsunfaelle-in-deutschland-seit-1986/

https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/einheitlicher-arbeitsschutz-gegen-coronavirus.html

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