Wie viel Wasser ist gesund?

Wasser ist das Lebenselixier des Menschen, denn der Körper besteht zu ungefähr 55 Gewichtsprozent aus Wasser. Das Wasser transportiert Nährstoffe, Sauerstoff und hält unseren Salzhaushalt im Gleichgewicht. Außerdem reguliert der Flüssigkeitshaushalt unsere Körpertemperatur. Somit ist ausreichendes Trinken lebensnotwendig, wichtig für das Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit.

Die richtige Menge trinken

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt rund 1,5 Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag. Wenn der Körper aber viel ausschwitzt, hat er auch einen höheren Flüssigkeitsbedarf. Eine Stunde Sport führt dann zu einem Mehrbedarf von 0,5 – 1 Liter. Jedoch meldet der Körper sich bei den meisten Menschen von allein, wenn dieser Wasser benötigt. Schon durch eine Verschiebung des Salzhaushalts im Blut von ca. 2%, lösen bestimmte Nervenzellen ein Durstsignal im Gehirn aus.

Urinfarbe als Indikator der Flüssigkeitszufuhr

Weil unser Körper über Nieren, Lunge und Haut ständig Wasser verliert, müssen wir es dem Körper wieder regelmäßig zuführen. Ein guter Indikator dafür, ob man dem Körper ausreichend Flüssigkeit zugeführt hat, ist die Farbe des Urins. Normalerweise hat Urin eine hell- bis dunkelgelbe Färbung. Je weniger wir trinken, desto dunkler wird der Urin, je mehr wir trinken, desto heller wird dieser. Somit zeigt uns ein häufiger Toilettengang und farbloser Urin, eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr. Dahingegen kommt es jedoch häufiger vor, dass der Urin sehr dunkelorange bis braun ist. Das heißt: Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr und mehr trinken!

Symptome von Flüssigkeitsmangel

Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr kann schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Ohne Wasser kann der Mensch nicht einmal drei Tage überleben. Schon nach einem Tag, ohne dem Körper Flüssigkeit zuzuführen, können erste Symptome einer Dehydrierung eintreten:

  • trockene Haut und Schleimhäute
  • Müdigkeit und Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Verwirrtheit (ältere Menschen)
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Neigung zu Harnwegsinfekten

Aufgrund des nachlassenden Durstgefühls kann es vor allem bei älteren Menschen zu Flüssigkeits- und Elektrolytmangel (Dehydratation) kommen. Hierbei ist es wichtig auf die zugeführte Flüssigkeitsmenge zu achten – 1,5 bis 3 Liter pro Tag sollten auch ältere Menschen über den Tag verteilt gleichmäßig trinken. Ein Trinkplan und ein platziertes Getränk in der Nähe können helfen, besser an die Flüssigkeitszufuhr zu denken.

Was sollte man trinken?

Über den Tag verteilt ist somit eine gleichmäßige Flüssigkeitszufuhr wichtig. Leitungswasser ist dabei die ideale Quelle, um seinen Durst zu löschen. In Deutschland kann man Leitungswasser überall bedenkenlos trinken. Außerdem ist es kalorienfrei, preiswert und hat eine bessere ökologische Bilanz als Mineralwasser aus Flaschen. Auch Tee und Kaffee, die ohne Zucker zubereitet werden, können zur Flüssigkeitsbilanz dazugezählt werden. Jedoch sollten diese, aufgrund der aufputschenden Wirkung, in Maßen konsumiert werden. Für einen gesunden Erwachsenen sind bis zu 400 Milligramm Koffein über den Tag verteilt unbedenklich – das entspricht ungefähr vier bis fünf Tassen Kaffee. Auch zuckerreiche und kalorienarme Softgetränke sollten im Alltag reduziert werden. Mehr zum Thema Zucker und Zuckeralternativen können Sie HIER lesen.

 

Quellen

Verbraucherzentrale, Wie viel sollte man am Tag trinken? (2021)

Verbraucherzentrale, Kann man Leitungswasser trinken? (2021)

Frankfurter Allgemeine – Johanna Kuriczik, Liter um Liter (2022)

 

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