Kein Thema beschäftigt die Gesellschaft gerade mehr als das Coronavirus. Das Virus nimmt erschreckende Ausmaße an und hat Einfluss auf das Leben von uns allen. Besonders besorgt sind wir zurzeit um die Menschen, die zur Risikogruppe gehören. Darunter gehören nach Angaben des Robert-Koch-Instituts zum Beispiel Personen, die an Diabetes erkrankt sind.

So schlimm die aktuelle Situation gerade ist, vielleicht steckt in dieser Herausforderung auch eine Chance für uns. Vielleicht bewirkt dieser Virus, dass immer mehr Menschen begreifen, wie wichtig es ist, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern. Denn zum Glück können wir unsere Gesundheit durch eigenverantwortliches Handeln beeinflussen. Durch eine gesunde Lebensweise können viele Krankheiten vermieden werden. Diese Eigenverantwortung hat jetzt gerade beispielsweise einen Einfluss darauf, ob wir zur Risikogruppe gehören oder nicht.

Doch nicht nur jetzt, in Zeiten einer durch das Coronavirus hervorgerufenen Krise, sollte unsere Gesundheit die höchste Priorität für uns haben. Andere Krankheiten haben ebenfalls einen starken Einfluss auf unser Leben. Sie können durch unser eigenes Handeln vermieden werden. Ein Beispiel dafür ist Diabetes.

Mediales Interesse an Diabetes sehr gering

Obwohl die Erkrankungs- und Sterberaten an Diabetes in Deutschland sehr hoch sind, ist das mediale Interesse vergleichsweise niedrig. Deswegen fordern Diabetologen vom 11. März 2020 von der Bundesregierung größeres Bemühen in der Bekämpfung von Diabetes. Hat sich die Gesellschaft an hohe Erkrankungs- und Sterberaten gewöhnt?

Erkrankungszahlen an Diabetes

Etwa sieben Millionen Menschen sind in Deutschland an Diabetes erkrankt. Dazu komme nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) eine Dunkelziffer von geschätzten 1,3 Millionen Menschen. Es wird geschätzt, dass die Diabetes-Fallzahl bis 2045 auf zwölf Millionen steigt.

Eigenverantwortung übernehmen und Diabetes vorbeugen

Anders als derzeit wegen des Coronavirus reagiere die Politik kaum. Trotz hoher Diabetes-Erkrankungsraten ergreife die Politik kaum Maßnahmen. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich schützen. Ebenso wie bei Corona gelingt dies, wenn sie Verantwortung für sich übernehmen. Denn die gute Nachricht ist: 90 Prozent der Typ-2-Diabetes-Fälle lassen sich vermeiden. Eine ausreichende körperliche Aktivität, eine ballaststoffreiche Ernährung und das Reduzieren von Übergewicht mindern entscheidend das Risiko von Typ-2-Diabetes. Die DDG empfiehlt, dass Menschen mit Diabetes nicht-stärkehaltige Gemüsesorten und wenig-verarbeitete Lebensmittel bevorzugen sollten. Ebenfalls gilt es, raffinierten Zucker und hochverarbeitetes Getreide möglichst zu vermeiden. Bezüglich Bewegung hält sich die DDG an die Empfehlungen der American Diabetes Association (ADA) aus dem Jahr 2019: Demnach sollen sich Erwachsene mit Diabetes 150 Minuten und mehr in moderater bis hoher Intensität pro Woche bewegen. Außerdem wird empfohlen, 2- bis 3-mal pro Woche Krafttraining durchzuführen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement für den Kampf gegen Diabetes

Als Führungskraft haben Sie im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit, das Gesundheitsverhalten jedes einzelnen Mitarbeiters zu stärken. Persönliche Gesundheitsstrategien können das Risiko der Mitarbeiter und Führungskräfte für Diabetes reduzieren. Somit ist auch die betriebliche Gesundheitsförderung ein Beitrag zur Reduzierung von Diabetes-Erkrankungen in Deutschland.

Quellen:

https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/MediathekDateien/PK_Jahrespressekonferenz_2019/PK_Jahrespressekonferenz_2020/Pressemappe_DDG-Jahrespressekonferenz_M%C3%A4rz_2020_final.pdf

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html

https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Gremien/Ausschuss_Ern%C3%A4hrung_DDG_Stellungnahme_zu_den_ADA_Ern%C3%A4hrungsempfehlungen.pdf

https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisempfehlungen/2019/11_Diabetes__Sport_und_Bewegung_Halle_DDG.pdf

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