Der 6. Mai ist der Anti Diät Tag. Doch was hat es damit auf sich?

Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in Ländern, in denen Übergewicht und Adipositas mehr Menschen töten als Untergewicht. Zudem sorgt Adipositas nicht nur für einen rasanten Anstieg von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs, sondern belastet dadurch auch enorm das Gesundheitssystem.

Deutschlands Dickes Problem

Gemäß der GEDA 2014/2015-EHIS Gesundheitsbefragungen des Robert-Koch-Instituts (2014-2015) sind nach Auswertung der Selbstangaben zu Körpergewicht und Körpergröße in Deutschland 54,0% der Erwachsenen von Übergewicht einschließlich Adipositas betroffen (Body Mass Index (BMI) über 25 kg/m2). So stellen die Kosten für die Behandlung der Adipositas und Begleiterkrankungen eine hohe Belastung für das Gesundheitssystem dar. Bereits für 2020 wurden Folgekosten von rund 25 Milliarden Euro errechnet. Doch auch die persönlichen Kosten einer verringerten Lebenserwartung, wiegen schwer. Alles Faktoren die doch für eine Diät sprechen, oder nicht?

Die Ursprünge des Anti Diät Tages

Der Anti Diät Tag wurde erstmals 1992 ins Leben gerufen. Der Zweck: Männern und Frauen auf der ganzen Welt helfen, ihren eigenen Körper zu schätzen. Heute wird der Tag genutzt, Menschen über die richtige Art und Weise, sich verantwortungsvoll und effektiv zu ernähren aufzuklären.

Nachhaltige Ernährungsumstellung

Die meisten Diäten schreiben eine Reihe von Regeln vor, die für einen bestimmten Zeitraum befolgt werden müssen, um dann das gewünschte Abnahmeziel zu erreichen. Doch diese Art der Herangehensweise ist oft zum Scheitern verurteilt. Anstatt sich mit dem eigenen Ernährungsverhalten zu beschäftigen, wird externen Anleitungen gefolgt. Das Resultat: Etwas Gewicht verloren, aber nicht gelernt wie jetzt die Ernährung langfristig umgestellt wird. Die Gefahr in alte Gewohnheiten zurück zu verfallen ist groß.

Doch diesmal mit verheerenden Folgen durch den Jo-Jo-Effekt: Man nimmt noch schneller und stärker wieder zu. Grund dafür kann unter anderem die Darmflora sein. Übergewicht führt zu einer Verschiebung der Bakterienzusammensetzung im Darm. Diese sogenannte Dysbiose scheint sich auch bei Erreichen eines Normalgewichtes nach einer Diät nicht vollständig zu normalisieren. Stattdessen kann sie zu einer beschleunigten Gewichtszunahme nach der Diät beitragen. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen und der Darmflora genug Zeit zu geben sich wieder zu normalisieren, ist es nötig langfristig zu denken und am Lebensstil zu arbeiten.

Warum schaffe ich keine langfristige Umstellung?

Kurzfristiges Denken verhindert langfristige Veränderungen des Lebensstils. Demnach wird es also Zeit sich einmal hinzusetzen, sein Verhalten zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu treffen.

Hier ein paar kleine Ideen, für eine einfache Verhaltensoptimierung:

Mehr gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse, sowie Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide und Nüssen zu essen? Dafür drei leichte Standard-Rezepte heraussuchen und die Zutaten immer parat haben.

Weniger Junk-Food? Im Supermarkt nur die Produkte in den Einkaufswagen, die auf dem Zettel stehen. Außerdem die Junk-Food Gänge meiden und vor der Kasse die Scheuklappen auf. Dann ist zu Hause auch nichts Verlockendes im Kühlschrank.

Mehr Bewegung im Alltag? Bei der Lieblingsserie trainieren.

Fazit

Mit der neuen Jahreszeit kommen die neuen Vorsätze. Doch mit der richtigen Einstellung müssen dies keinesfalls nur Vorsätze bleiben. Denn ein gesunder Lebensstil kann leicht sein. Dazu sollte man bereit sein sich kleinen konstanten Veränderungen zu widmen.

 

Quellen

Days of the year: No Diet Day  https://www.daysoftheyear.com/days/no-diet-day/

WHO (2020) Obesety and overweight https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight

Jacquet, P., Schutz, Y., Montani, J. et al. How dieting might make some fatter: modeling weight cycling toward obesity from a perspective of body composition autoregulation. Int J Obes (2020).

Statista (2017) Übergewicht und Adipositas https://de.statista.com/themen/1468/uebergewicht-und-adipositas/

Journal of Health Monitoring (2017) Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen.

Wissenschaft.de (2016) Diät: Dem Jojo-Effekt auf der Spur

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