Warum sich erfolgreiche Arbeitgeber für das Gesundheitsverhalten ihrer Angestellten interessieren

Warum sich erfolgreiche Arbeitgeber für das Gesundheitsverhalten ihrer Angestellten interessieren

Seit 2007 verzeichnet das Statistische Bundesamt einen bundesweiten Anstieg an krankheitsbedingten Fehlzeiten. Obwohl die Hauptursachen, also die wichtigsten Gesundheitsrisiken verhaltensbedingt sind, stellen uns Arbeitgeber trotzdem immer wieder die Frage, ob Sie mit ihren Angestellten über deren Gesundheitsverhalten sprechen dürfen bzw. Interventionen zu Verhaltensänderungen nicht ein zu großer Eingriff in deren Privatsphäre sind.

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wurde von HAMBURG WASSER im November 2019 eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. 28 Studien untersuchten, den Einfluss verschiedener Lebensstilfaktoren auf den Krankenstand und 4 Studien Interventionen zur Verbesserung des Lebensstils.

Ergebnisse:
  • Bewegungsverhalten: 15 von 28 Studien (54%) stellten einen signifikanten Zusammenhang zu krankheitsbedingten Fehlzeiten fest.
  • Tabakkonsum: 16 von 20 Studien (80%) wiesen einen signifikanten Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und krankheitsbedingten Fehlzeiten auf.
  • Alkoholkonsum: 5 von 14 Studien konnten einen signifikanten Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und daraus resultierenden Krankheiten aufzeigen.
  • Übergewicht: 13 von 16 Studien (81%) konnten einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem BMI (Body-Mass-Index) und dem Krankenstand feststellen.
  • Ernährungsverhalten: Zwei von 8 Studien (25%) stellten signifikante Ergebnisse her, sodass ein Zusammenhang zwischen Fehlernährung und einem erhöhten Krankheitsstand abgeleitet werden konnte.
Fazit:

Diese Ergebnisse belegen, dass das Gesundheitsverhalten nicht nur der wichtigste Einflussfaktor auf den Gesundheitszustand ist, sondern insbesondere Übergewicht, Tabakkonsum und Bewegungsmangel krankheitsbedingte Fehlzeiten entscheidend verursachen.

Um auf unsere ursprüngliche Frage zurück zu kommen, ob es empfehlenswert für Arbeitgeber ist, sich für das Gesundheitsverhalten ihrer Angestellten zu interessieren und entsprechende Interventionen für mehr Eigenverantwortung durchzuführen, beantwortet die Wissenschaft mit einem klaren „Ja“. Rufen Sie uns an, um zu besprechen, was moderne Arbeitgeber derzeit tun, um die Gesundheitskompetenz ihrer Mitarbeiter zu verbessern, dadurch Krankheitstage zu senken und nebenbei ihre Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen.

 

Quellen:

Statistisches Bundesamt (2021). Zugriff am 30.03.2021 unter https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Qualitaet-Arbeit/Dimension-2/krankenstand.html

Literaturangaben der Studien, die im Rahmen der Literaturrecherche verwendet wurden, können unter der folgenden Mailadresse angefordert werden: mail@padoc.de

 

 

, , , , , , ,
Vorheriger Beitrag
Durch den richtigen Sport den Blutdruck senken
Nächster Beitrag
Wer regelmäßig Kaffee trinkt leidet weniger häufig an Herzrhythmusstörungen

Ähnliche Beiträge

Menü