Versteckte Gefahr – Was wirklich gegen Keime hilft

In der Erkältungszeit wollen viele Menschen vor allem eines: eine Ansteckung vermeiden. Doch wie hält man die Keime erfolgreich von sich fern?

Versteckte Angreifer

Erkältungs- und Grippeviren haben es bei niedrigen Temperaturen und einem schwächelnden Immunsystem besonders leicht. In den Körper gelangen sie dabei mittels Tröpfcheninfektionen, zum Beispiel durch das Niesen und Husten erkrankter Personen oder auch mittels Kontaktinfektionen, wie durch den Kontakt von Händen mit befallenen Gegenständen, über die die Erreger in das Gesicht und somit die Schleimhäute von Menschen übertragen werden können.

Egal ob an Türklinken, in Verkehrsmitteln, an Einkaufswagen oder am Arbeitsplatz: Keime sind überall zu finden. Studien befassen sich daher vermehrt mit dieser Thematik. Dabei zeigen die Ergebnisse einer Untersuchung zum Thema „Mikroorganismen in U-Bahnen“, dass sich die meisten Keime auf Griffen befinden und weniger auf den Sitzen. Am Arbeitsplatz schafft es das Telefon mit durchschnittlich etwa 4000 Keimen pro Quadratzentimeter auf Platz eins. Dahingegen ist die Tastatur mit 510 Keimen/cm2 schon fast als sauber anzusehen.

Wie man eine Ansteckung verhindert

Desinfektionsmittel scheinen für viele als wirksamer Schutz gegen Keime zu gelten. Die Anwendung tötet jedoch nicht nur krankmachende Keime ab, sondern auch die nützlichen. Die Haut wird angegriffen und der natürliche Säureschutzmantel gestört. Insgesamt wird zudem kein Mensch gesünder, nur weil er Desinfektionsmittel benutzt. Auch der Mundschutz kann Ansteckungen nicht gänzlich verhindern, da die Nase und der Mund nicht vollständig umschlossen werden. Ein positiver Effekt ist jedoch, dass er den Kontakt der Hände mit dem Mund reduziert. Auch bereits infizierte Menschen können dadurch andere schützen, da sie einen großen Teil der Speicheltropfen beim Niesen oder Husten auffangen.

Die beste Strategie, um sich vor versteckten Angreifern zu schützen, ist das regelmäßige und richtige Händewaschen. Denn 80% der Ansteckungen mit Viren und Bakterien erfolgen über die Hände. Eine gründliche Reinigung mit Seife, die etwa 20-30 Sekunden andauert und bei der auch die Fingerzwischenräume und Fingernägel bedacht werden, dezimiert die Keime dabei nachhaltig auf ein Tausendstel.

 

Quelle

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-12/erkaeltung-desinfektion-arbeitsplatz-tastatur-keime-bakterien-buero-ansteckung

 

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