Was wir aus der größten Ernährungsstudie Europas wirklich lernen können
Wenn es um Gesundheit geht, hören wir viele Ratschläge: weniger Zucker, weniger Fett, mehr Gemüse.
Aber was wirkt wirklich – und was davon ist Panikmache?
Eine große wissenschaftliche Analyse hat das jetzt genauer untersucht: Die Global Burden of Disease Study, ausgewertet für 54 europäische Länder. Das Ergebnis ist eindeutig – und zugleich überraschend einfach.
Ein Drittel aller Herz-Kreislauf-Todesfälle hängt mit Ernährung zusammen
Laut der Studie starben 2019 in Europa 1,55 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die mit Ernährung in Verbindung stehen.
Das heißt: Jeder dritte Todesfall durch Herzinfarkt oder Schlaganfall hat auch mit dem zu tun, was wir täglich essen.
Die größten Einflussfaktoren waren:
- Zu wenig Vollkornprodukte,
- zu wenig Hülsenfrüchte (z. B. Linsen, Bohnen, Erbsen) und
- zu viel Salz.
Das sind keine exotischen Erkenntnisse – aber sie machen deutlich: Nicht einzelne „Superfoods“ oder Diäten zählen, sondern alltägliche Entscheidungen.
Was das mit uns zu tun hat
Wir alle wissen ungefähr, was gesund wäre. Aber Wissen allein verändert kaum etwas. Entscheidend ist, ob wir die Fähigkeit entwickeln von der Motivation ins eigene Handeln zu kommen.
Genau das zeigt die Studie indirekt: Gesundheit ist kein Zufall. Sie hängt zum größten Teil von Entscheidungen ab, die wir immer wieder treffen – beim Essen, bei der Bewegung, im Umgang mit Stress.
Das heißt auch: Wir sind nicht machtlos. Und wir brauchen keine neuen Angebote, sondern mehr Kompetenz und Vertrauen in unsere eigene Wirksamkeit.
Kleine Entscheidungen – große Wirkung
Wenn du heute Vollkornbrot statt Weißbrot wählst, ist das keine Weltrevolution. Aber über Wochen und Monate entsteht daraus ein Unterschied – für Energie, Blutdruck und langfristig auch für dein Herz.
Wenn du deinen Salzverbrauch langsam reduzierst, gewöhnst du dich an weniger Würze – und tust deinem Kreislauf etwas Gutes.
Und wenn du lernst, diese Wirkung zu verstehen, passiert etwas Entscheidendes: Du beginnst, selbstbestimmt zu handeln, nicht aus schlechtem Gewissen, sondern aus Überzeugung.
Warum das auch im Unternehmen wichtig ist
Gesundheit lässt sich nicht verordnen. Aber Unternehmen können Rahmenbedingungen schaffen, die Menschen ermutigen, informierte Entscheidungen zu treffen. Dazu gehören verlässliche Informationen und die Möglichkeit eigene Lücken wahrnehmen zu können.
Denn gesunde Entscheidungen entstehen selten durch Kontrolle, sondern durch Verständnis und Freiheit. Wer weiß, dass Vollkorn, Hülsenfrüchte oder weniger Salz wirken, wählt sie häufiger – freiwillig. Und genau hier beginnt Kulturwandel: Wenn Gesundheit nicht allgemein angeboten, sondern individuell umgesetzt wird.
Dein persönlicher Startpunkt
Was kannst du aus der Studie mitnehmen? Nicht: „Ich muss alles ändern.“ Sondern: „Ich habe Einfluss.“
Starte klein:
- Entscheide dich heute einmal bewusst – beim Essen, bei einer Pause, bei deiner Bewegung.
- Beobachte, was das mit dir macht.
- Und nimm das als Beweis, dass du wirksam bist.
Das ist Gesundheitskompetenz im Alltag: Verstehen, ausprobieren, erleben, beibehalten.
Fazit
Die Daten aus 30 Jahren Forschung zeigen:
Schlechte Ernährung ist ein hohes Risiko – aber kein Schicksal.
Wer seine Gesundheit versteht und erlebt, dass kleine Entscheidungen wirken, verändert Verhalten nachhaltig.
Gesundheit beginnt also nicht im Kühlschrank –
sondern im Kopf.
Und genau da setzt padoc an:
Informationen verbessern. Gesündere Entscheidungen treffen.
padoc stärkt die Gesundheitskompetenz und Selbstwirksamkeit von Mitarbeitenden – durch individuelles Gesundheitscoachings, Leadership-Programme, Workshops und digitale Tools wie TunStattWollen.de.
Lass uns darüber sprechen, wie Entscheidungskompetenz in deiner Organisation wächst.
Quelle:
Pörschmann T. et al. (2025): Cardiovascular mortality attributable to dietary risk factors in 54 countries of the WHO European Region, Eur J Prev Cardiol, auf Basis der Global Burden of Disease Study 2019.. Veröffentlicht online unter: https://academic.oup.com/eurjpc/advance-article/doi/10.1093/eurjpc/zwae136/7646010








