Wie der Kaffeekonsum und Bluthochdruck zusammenhängen

Es ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Für viele ist der Kaffee aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken. padoc berichtete im Beitrag „Kaffee: Wie 2-3 Tassen Ihr Leben verlängern können“ von einer Studie, die dem Heißgetränk eine gesundheitsfördernde Wirkung zuschrieb. Personen, die zwei bis drei Tassen am Tag tranken, besaßen gegenüber Nicht-Kaffee-Trinkern ein um 18% geringeres Risiko, eine Herz-Kreislauf-, Krebs- oder Nierenerkrankung zu erleiden. Eine neue Studie entflammt nun jedoch die Diskussion, ob dem Kaffeekonsum nach oben eine Grenze gesetzt werden muss. Sie wurde kürzlich im American Journal of Clinical Nutrition publiziert.

Das Studiendesign

Australische Forscher der University of South Australia werteten die Daten von fast 350.000 Menschen aus, um so den Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Bluthochdruck zu untersuchen. Die in einer britischen Biobank gespeicherten Daten umfassten Informationen über Ernährungsgewohnheiten und Krankheiten.

Die Ergebnisse

Der Konsum von ein bis zwei Tassen pro Tag ging gegenüber dem kompletten Verzicht auf Kaffee mit einem um 11% geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Diese Ergebnisse stützen somit die oben erwähnte Studie. Ab sechs Tassen stieg das Risiko, eine solche Erkrankung zu erleiden, allerdings um 22% an. Die Forscher sprachen von einem regelrechten Wendepunkt.

Das Fazit

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Konsum von weniger als sechs Tassen Kaffee am Tag gesundheitsfördernde Wirkungen entfaltet. Mehr sollten es allerdings nicht sein, da das Koffein in diesen Mengen das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen drastisch erhöht. Problematisch ist, dass die Studie keine Angaben über Tassengröße und Art des Kaffees liefert. Außerdem lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob das höhere Risiko alleinig auf den Kaffeekonsum zurückzuführen ist.

 

Quelle:

Zhou, A./ Hyppönen, E. (2019): Long-term coffee consumption, caffeine metabolism genetics, and risk of cardiovascular disease: a prospective analysis of up to 347,077 individuals and 8368 cases. The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 109, Issue 3, 509–516.

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