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Studie: Körperliche Aktivität steigert die kognitive Leistungsfähigkeit

Betriebliches Gesundheitsmanagement besteht nicht nur aus Maßnahmen der Prävention, sondern leistet darüber hinaus auch einen Beitrag zu mehr Produktivität, indem es die körperliche sowie geistige Fitness der Mitarbeiter verbessert. Zu wenig wird auch in diesem Zusammenhang die Bedeutung körperlicher Aktivität betont. 

Körperliche Aktivität steigert die kognitive Leistungsfähigkeit


Gern senden wir Ihnen die Originalstudie auch als PDF-Datei zu. Melden Sie sich hierfür telefonisch unter 040/611 99 99 0 oder senden Sie uns eine E-Mail an: mail@padoc.de

Betriebliches Gesundheitsmanagement besteht nicht nur aus Maßnahmen der Prävention, sondern leistet darüber hinaus auch einen Beitrag zu mehr Produktivität, indem es die körperliche sowie geistige Fitness der Mitarbeiter verbessert. Zu wenig wird auch in diesem Zusammenhang die Bedeutung körperlicher Aktivität betont. Ratey und Loehr (2011) fassen in ihrem Review die bisherigen Forschungsergebnisse zusammen und bestätigen die Hypothese: körperliche Aktivität erhöht die kognitive Leistungsfähigkeit. Dabei ist sowohl ein kurzfristiger Effekt direkt nach einer Sporteinheit zu beobachten, als auch eine langfristige Wirkung, die sich in verbesserten Leistungen im Bereich Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis bemerkbar machen. Bildgebende Verfahren haben gezeigt, dass die neuronalen Systeme, die diesen Prozessen zugrunde unterliegen, flexibler und effizienter arbeiteten, wenn die Teilnehmer sportlich aktiv waren. Dies gilt für Effekte direkt nach einer Sporteinheit, als auch für die Wirkung eines Sportprogramms über mehrere Wochen und Monate. Für beide Interventionen werden auf molekularer Ebene außerdem eine größere Verfügbarkeit von Neurotrophinen und dem sogenannten „growth factor“ (Wachstumsfaktor) durch Sport hergestellt. Neurotrophine sind körpereigene Signalstoffe, die für zielgerichtete Verbindungen zwischen den Nervenzellen zuständig sind und bei der Gedächtnisbildung eine wichtige Rolle spielen. Wachstumsfaktoren (Growth factors) begünstigen eine Vielzahl von molekularen und zellulären Prozessen im Gehirn, die zu einer erhöhten Neurogenese (Bildung von Nervenzellen) und Neuroplastizität (Veränderbarkeit von Synapsen, Nervenzellen und Hirnarealen) beitragen und die Leistung im Bereich Lernen und Gedächtnis deutlich verbessern. Die von Ratey und Loehr (2011) zitierten Studien zeigen außerdem, dass körperlich aktive Menschen im Vergleich zu Inaktiven eine schnellere Informationsverarbeitung aufweisen und über eine schnellere Reaktionsgeschwindigkeit sowie höhere kognitive Flexibilität und Effektivität verfügen. Dies machte sich in den experimentellen Studien schließlich auch in einer deutlich geringeren Anzahl an Fehlern bei den sportlichen Probanden bemerkbar. Ein wichtiges Ergebnis ist zudem, dass körperliche Aktivität eine protektive Wirkung in Bezug auf altersbedingte kognitive Veränderungsprozesse hat. Das bedeutet, dass durch die Förderung von körperlicher Aktivität nicht nur die Gesundheit erhalten, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit bei Älteren gesteigert und Abbauprozesse aufgehalten werden können. Die Autoren ziehen darüber hinaus den Schluss: viel hilft viel. Je mehr der Körper in Aktivität versetzt wird, desto stärker die positiven Effekte und desto besser die kognitive Leistungsfähigkeit. Grundsätzlich sollte das von der World Health Organization (WHO) empfohlene Maß an körperlicher Aktivität nicht unterschritten werden. 150 Minuten bei moderater Anstrengung oder 75 Minuten bei intensiver Anstrengung sowie zwei Mal pro Woche eine Kräftigungseinheit pro Hauptmuskelgruppen mit 8-12 Wiederholungen sind das Mindestmaß an Aktivität, um den Risikofaktor Bewegungsmangel auszuschalten.

Das Review verdeutlicht, dass körperliche Aktivität eine der wichtigsten Ressourcen darstellt, die  Leistungsfähigkeit vor allem auch bei älteren Arbeitnehmern zu erhalten und sogar zu steigern. Betriebliches Gesundheitsmanagement sollte demnach darauf abzielen, Mitarbeiter im Aufbau und Erhalt eines körperlich aktiven Lebensstils zu unterstützen. Daher erwerben auch die Teilnehmer der padoc®-Seminare die Kompetenz, ihre persönlichen Gesundheitsziele nicht nur zu setzen, sondern auch langfristig und erfolgreich zu verfolgen.

J. Ratey, J & Loehr, J. E. (2011). The positive impact of physical activity on cognition during adulthood: a review of underlying mechanisms, evidence, and recommendations. Reviews in the Neuroscience, 22(2), 171–185.