Präventionsmaßnahmen zum Essverhalten unausreichend

Daten zum Essverhalten

Das Essverhalten der Deutschen haben sich laut Max-Rubner-Institut in den vergangenen Jahren kaum verändert. Die aktuelle Auswertung des „Nationalen Ernährungsmonitorings“ zeigt seit der letzten Befragung lediglich eine Verdopplung der sich vegetarisch ernährenden Personen. Gleichzeitig essen die Deutschen jedoch rund 14 % weniger Obst als vor sechs Jahren. Sie liegen damit noch weiter unterhalb der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für den Obstverzehr. Laut der Studienautoren hat sich der Lebensmittelverzehr der Teilnehmer im Hinblick auf die lebensmittelbasierten Empfehlungen der DGE insgesamt nicht verbessert.

Auch der Deutsche Gesundheitssurvey ermittelte, dass die Empfehlungen der DGE zum Gemüse- und Obstverzehr von einem Großteil nicht erreicht werden. Nur 15% der Frauen und 7% der Männer schaffen es, die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse täglich zu essen. Nicht nur in Bezug auf die Ernährung, sondern auch was die körperliche Aktivität angeht, sind die Deutschen weit von der Umsetzung evidenzbasierter Gesundheitsempfehlungen entfernt. Nur 20% der Bevölkerung schaffen es, das Mindestmaß an empfohlener körperlicher Aktivität pro Woche zu erreichen, d.h. 150 Minuten bei moderater Intensität bzw. 75 Minuten bei hoher Intensität zu trainieren. Ein Optimum körperlicher Aktivität ist erst erreicht, wenn man wöchentlich 300 Minuten moderat oder 150 Minuten intensiv aktiv ist.

Betriebliches Gesundheitsmanagement: Ganzheitlich, nachhaltig, Top-Down

Immer wieder deutlich wird bei den Untersuchungen zum Gesundheitszustand und zum Gesundheitsverhalten der Deutschen, dass ein hoher Bedarf besteht, Menschen bei einer Verbesserung ihres Gesundheitsverhaltens zu unterstützten. Betriebliches Gesundheitsmanagement kann und muss hier wirksamer und nachhaltiger Mitarbeiter zu einem gesunden Lebensstil führen, als bislang bekannt und praktiziert – so auch die Bundesärztekammer auf ihrem jüngsten Jahreskongress. Prävention müsse zu einem Instrument „intelligenter und differenzierter Gesundheitsvorsorge“ werden.

Mit vereinzelten Maßnahmen als lose Fragmente, die sich auf keinerlei Ziele beziehen und somit keiner Strategie für eine Veränderung des Gesundheitszustandes im Unternehmen folgen, kann Betriebliches Gesundheitsmanagement nicht wirksam und effizient sein. Neben den Prinzipien Nachhaltigkeit, Produktivität, Ganzheitlichkeit und Gesundheitskompetenz spielt das Top-Down-Prinzip bei padoc eine entscheidende Rolle. Dabei liegt die Verantwortung für Gesundheit und Gesundheitsmanagement nicht – wie in den meisten Unternehmen  – nur bei dem Arbeitgeber, der für gesundheitsschützende und –fördernde Bedingungen sorgt, sondern vor allem auch bei dem Mitarbeiter, der durch seinen Lebensstil einen entscheidenden Beitrag zu mehr Gesundheit und Produktivität im Unternehmen leisten kann und muss.

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