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Alkohol in Maßen erneut mit geringerem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert

Der Blog für Betriebliches Gesundheitsmanagement

Unser Blog bietet News rund um die Themen Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung.

Alkohol in Maßen erneut mit geringerem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert

Melanie Linnenschmidt

Der positive Einfluss eines mäßigen Alkoholkonsums auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird seit längerem diskutiert. Die Studienlage ist dabei nach wie vor ausbaufähig. Um diese Forschungslücke weiter zu schließen, haben Steven Bell und die Mitarbeiter des Strangeways Research Laboratory Daten der britischen CALIBER–Datenbank ausgewertet. Diese verknüpft elektronische Patientenakten von Hausarztpatienten mit den Daten aus dem landesweiten Krankenhausregister sowie dem Office for National Statistics und der Myocardial Ischaemia National Audit Project registry und bietet damit robuste Einschätzungen hinsichtlich der spannenden Frage: macht mäßiger Alkoholkonsum gesund?

Mäßiger Alkohokonsum fördert die Gesundheit

Die Ergebnisse aus ihren Analysen bestätigen die bisherigen Annahmen: Personen, die mäßig Alkohol konsumierten, hatten demnach ein geringeres Krankheitsrisiko, als Personen, die gar keinen Alkohol tranken. Für Menschen, die angaben, keinen Alkohol zu trinken, war das Risiko für folgende Erkrankungen erhöht:

Erkrankung

Risiko erhöht

Instabile Angina Pectoris

33%

Herzinfarkt

32%

Koronarer Herztod ohne Vorwarnung

56%

Ischämischer Herzanfall

12%

Periphere arterielle Verschlusskrankheit

22%

Abdominales Aortenaneurysma

32%

Wie viel Alkohol sollten wir trinken?

Die aus Großbritannien stammende Studie untersuchte die Vorteile des „mäßigen Alkoholkonsums“. Ein mäßiger Alkoholkonsum entspricht in der Untersuchung einem Konsum von 14 Einheiten à 8g puren Alkohols für Männer und Frauen. Dies ist eine wöchentliche Maximalmenge von 112g reinen Alkohols. In Portionen umgerechnet bedeutet diese Empfehlung entsprechend 9 ½ Flaschen Bier (à 0,33l), 11 Gläsern Wein (125ml) oder 17 ½ Schnaps (2cl) pro Woche.

Deutsche Empfehlung: Männer dürfen mehr, Frauen weniger

Deutsche Richtlinien sind da etwas genauer und unterscheiden bei ihrer Empfehlung zwischen Männern und Frauen. Während für Frauen 12g Alkohol pro Tag im Rahmen des mäßigen Alkoholkonsums liegen, dürfen Männer mit 24g pro Tag das Doppelte verzehren. Das entspricht pro Woche folgenden Portionsmengen:

 

Männer

Frauen

Bier (Flasche à 0,33l)

14

7

Wein (Glas à 125ml)

16,8

8,4

Schnaps (Glas à 2cl)

26,3

13,2

Die Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät dabei dazu, jedoch 2an mindestens zwei Tagen pro Woche auf Alkohol ganz zu verzichten.

Hoher Alkoholkonsum mit höherem Krankheitsrisiko verbunden

Aber Achtung: Während Menschen, die gemäßigt Alkohol konsumierten, laut Studienergebnissen einen Gesundheitsvorteil gegenüber den Abstinenzlern aufwiesen, sprachen die Ergebnisse ebenso deutlich gegen die Übertreibung des Alkoholkonsums. Ein Verzehr, der über der empfohlenen Menge lag, führte demnach zu einem erhöhten Risiko, die folgenden Erkrankungen zu erleiden:

Erkrankung

Risiko erhöht

Koronarer Herztod ohne Vorwarnung

21%

Herzinsuffizienz

22%

Herzstillstand

50%

Transitorische ischämische Attacke

11%

Ischämischer Schlaganfall

33%

Intrazerebrale Blutung

37%

Periphere arterielle Verschlusskrankheit

35%

Wer die genaue Menge reinen Alkohols seines derzeitigen Alkoholkonsums ausrechnen und damit eine gramm-genaue Einschätzung hinsichtlich seines Gesundheitsrisikos haben möchte, greift einfach auf die folgende Formel zurück:

Studienlage spricht für Gesundheitsvorteil bei moderatem Alkoholkonsum

Die hohe Anzahl an Teilnehmern und die Einbeziehung vieler Begleitfaktoren geben der Auswertung eine robuste Aussagekraft, wenngleich wie bei jeder Studie Begrenzungen hinsichtlich der Methodik zu bemerken sind. Als Aufruf zum Alkoholkonsum sollen die Ergebnisse der Studie laut Bell allerdings nicht verstanden werden. Alkohol sei und bleibe ein Zellgift und somit eine schädliche Substanz, deren Konsum mit Lebererkrankungen und verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht wird. Eine alternative, leichtere Methode, um sich z.B. vor Herz-Kreislauferkrankungen zu schützen, stellt das mäßige Alkoholkonsumieren im Vergleich zu einer ausgewogenen Ernährung, viel Sport und das Vermeiden von Übergewicht jedoch definitiv nicht dar. Alkohol kann das Zähmen des Schweinehundes in Sachen Bewegung, Ernährung und anderen Bestandteilen eines gesunden Lebensstils leider nicht ersetzen. Trotzdem sind die Studienergebnisse eine schöne Nachricht für all diejenigen, die gerne mal ein Gläschen Rotwein oder Feierabendbier genießen – jetzt mit noch besserem Gewissen!

Wenn Sie mehr zum Thema Alkohol und Gesundheit erfahren möchten, nutzen Sie unsere Beiträge unter www.padoc.de/alkohol