Präsentismus

Für Präsentismus gibt es bislang noch keine einheitliche Definition. Es wird vielmehr von verschiedenen Forschungslinien gesprochen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema befassen. Die Forschung beschäftigt sich vor allem

a)       mit dem Verhalten von Mitarbeitern, trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen

b)      mit den Auswirkungen von Krankheiten auf die Produktivität und

c)       mit den Auswirkungen von verhaltensbedingten Risikofaktoren auf die Produktivität.

Alle drei Phänomene stärken die ökonomische Relevanz eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Dabei werden am meisten die eindeutigen Zusammenhänge zwischen verhaltensbedingten Risikofaktoren und der Arbeitsproduktivität unterschätzt.

Produktivitätsstudien verdeutlichen, dass durch die Reduzierung von verhaltensbedingten Risikofaktoren, wie es zum Beispiel Bewegungsmangel, Fehlernährung, mangelndes Stressmanagement, Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte sind, die Produktivität von anwesenden Mitarbeitern gesteigert wird. Trotz der höheren ökonomischen Relevanz des Präsentismus im Vergleich zum Krankenstand wird dieser bislang noch wenig berücksichtigt.

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