Typ 2 Diabetes: Warum Sport nur ohne Vitaminpräparate die Gesundheit fördert
Zusammenfassung der Studie:
Wer nach dem Freizeitsport Vitaminpräparate einnimmt, um sein Immunsystem zu stärken, erreicht genau das Gegenteil. Er verhindert, dass die Bildung von freien Radikalen die Insulinsensitivität stärkt, die eine wesentliche Voraussetzung für die präventive Wirkung von Sport ist.In der Untersuchung ließ das Team um den Ernährungswissenschaftler Michael Ristow (Universität Jena – Institut für Ernährungswissenschaften), 40 junge Männer vier Wochen lang täglich trainieren, weil sich Bewegung bekanntermaßen positiv auf den Zuckerstoffwechsel auswirkt. Dabei wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Männer der ersten Gruppe trieben täglich Sport und nahmen zudem Vitamin C und E ein, wo hingegen die zweite Gruppe keinerlei Tabletten neben der körperlichen Aktivität einnahm. Nach vier Wochen Training hatte sich die Insulinempfindlichkeit nur bei den Männern verbessert, die keine Antioxidantien erhalten hatten. Daher schließt Ristow nicht aus, dass Antioxidantien das Diabetes Risiko erhöhen und sogar die Lebenserwartung vermindern. Ein zuviel an dem Mineral Selen kann zum Beispiel das Risiko für Diabetes um 57 Prozent erhöhen. Die Diskussion bezieht sich aber nur auf Vitaminpräparate. Der gesundheitsfördernde Effekt von frischem Obst und Gemüse bleibt unbestritten.
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Quelle: Ristow M et al: „Antioxidants prevent health promoting effects of physical exercice in humans”, Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. May 2009.






