contact us

Use the form on the right to contact us.

You can edit the text in this area, and change where the contact form on the right submits to, by entering edit mode using the modes on the bottom right.

icons.jpg

Behringstrasse 28a
22765 Hamburg
Deutschland

040 6119999-0

padoc bietet Ihnen ein modernes Betriebliches Gesundheitsmanagement, das durch seinen innovativem Ansatz Gesundheitsverhalten nachhaltig verbessert.

Studie: Nehmen psychische Störungen zu?

Das Wohlbefinden der Beschäftigten und damit auch die psychische
Gesundheit stellen einen bedeutenden Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens dar.

Nehmen psychische Störungen zu?


Gern senden wir Ihnen die Originalstudie auch als PDF-Datei zu. Melden Sie sich hierfür telefonisch unter 040/611 99 99 0 oder senden Sie uns eine E-Mail an: mail@padoc.de

Das Wohlbefinden der Beschäftigten und damit auch die psychische
Gesundheit stellen einen bedeutenden Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens dar. Laut aktuellem DAK Gesundheitsreport ist der Anteil der psychischen Erkrankungen am gesamten Krankenstand von 6,6% im Jahr 1998 auf 12,1% in 2010 angestiegen. Haben aber psychische Krankheiten tatsächlich zugenommen? Der Soziologe Dr. Dirk Richter und der Psychiater Prof. Thomas Reker aus Münster erstellten mit ihren Kollegen eine systematische Übersicht aus 44 Forschungsarbeiten aus den USA, Kanada, Australien und Westeuropa und folgerten: „Es ist kein eindeutiger Trend zu erkennen, der darauf schließen lässt, dass die Häufigkeit psychischer Störungen in der Bevölkerung westlicher Länder in den Dekaden nach dem zweiten Weltkrieg anhaltend zugenommen hat". Bei der Analyse schlossen die Wissenschaftler ausschließlich Längsschnittstudien ein, die methodisch gesehen als besonders aussagekräftig gelten, da sie durch wiederholte Messungen in denselben repräsentativen Populationen mit derselben Methodik durchgeführt wurden.

Richter und Reker erklären die von der Öffentlichkeit erlebte Zunahme von
psychischen Problemen oder Störungen mit einer veränderten Wahrnehmung psychischer Belastungen. Deutlich ist die vermehrte Akzeptanz psychischer Probleme und Symptome auf Patientenseite und eine zunehmende Bereitschaft, sich psychotherapeutisch behandeln zu lassen. Doch diese steigende Inanspruchnahme psychologischer Hilfe, sei nach den Autoren kein Beleg für die Zunahme psychischer Störungen. Die Menschen leiden nicht häufiger unter psychischen Störungen als früher, die Probleme werden lediglich schneller diagnostiziert und öfter behandelt. Der Psychologe und Verhaltenstherapeut Dr. Frank Jacobi teilt die Meinung von Richter und Reker und fügt hinzu, dass veränderte Rahmenbedingungen wie z. B. der Direktzugang zum Psychotherapeuten im Zuge des Psychotherapeutengesetzes 1999 und eine verstärkte hausärztliche Wahrnehmung zu einer stärkeren Würdigung psychischer Störungen beitragen. Weiter führt er an, dass der Erkenntnisstand zu psychischen Störungen aufgeholt hat und „vermehrte Krankschreibungen die wahre Krankheitslast psychischer Störungen nunmehr realistischer widerspiegeln, als dies in früheren Zeiten der Fall war“.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sieht die Ursachen eines überzeichneten Anstieges von psychischen Störungen zudem in der Umstellung des Diagnoseschlüssels im Jahr 2000. Seit diesem Zeitpunkt liegt die Aufschlüsselung der Diagnosen direkt bei den krankschreibenden Ärzten und nicht mehr bei den Krankenkassen, was zu einer höheren Entdeckungsrate psychischer Erkrankungen beigetragen hat.

Gleichzeitig ist seit 1999 die Zahl der Fachärzte für Psychiatrie und
Psychotherapie um 85% gestiegen, woraus mehr Krankschreibungen folgten.

padoc wirkt mit seinen Programmen zur Stresskompetenz präventiv und
verbessert so die psychische Gesundheit von Führungskräften und
Mitarbeitern.

Quellen:
BDA kompakt (2009): Erfolgsfaktor Psychische Gesundheit.
DAK Gesundeitsreport 2011
Jacobi, F.: Nehmen psychische Störungen zu? Reportpsychologie (2009) 34 (1), 16-28.
Richter D, Berger K, Reker T.: Nehmen psychische Störungen zu? Eine systematische Literaturübersicht. Psychiatrische Praxis (2008), 35 (7), 321-330.Spießl, H., F. Jacobi:? Nehmen psychische Störungen zu? Debatte: Pro & Kontra.?Psychiatrische Praxis (2008) 35 (7), 318-320.