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Studie: Körperliche Aktivität und psychische Gesundheit

Psychische Störungen gewinnen für Unternehmen und deren Gesundheitsmanagement zunehmend an Bedeutung. Dabei werden häufig die Arbeitsbedingungen als Grund für die steigende Anzahl psychisch bedingter Krankmeldungen herangezogen.

Körperliche Aktivität und psychische Gesundheit


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Psychische Störungen gewinnen für Unternehmen und deren Gesundheitsmanagement zunehmend an Bedeutung. Dabei werden häufig die Arbeitsbedingungen als Grund für die steigende Anzahl psychisch bedingter Krankmeldungen herangezogen. Da psychische Erkrankungen aus einem komplexen Wechselspiel innerer und äußerer Faktoren resultieren, sind die Präventionsansätze ebenso vielschichtig. Eine bislang zu wenig genutzte Ressource psychischen Erkrankungen vorzubeugen findet sich in körperlicher Aktivität. Eine hochwertige Längsschnittstudie von Toker & Biron (2012) hat bei 1.632 Berufstätigen über einen Zeitraum von 6 Jahren die Rolle von körperlicher Aktivität im Hinblick auf den Entstehungsprozess von Depressionen und der arbeitsbezogenen Erschöpfungsdepression „Burnout“ untersucht. Die Studie mit insgesamt drei Messzeitpunkten konnte zeigen: je mehr die Personen körperlich aktiv waren (gemessen in Zeit und Intensität pro Woche), desto seltener waren sie im Durschnitt psychisch beeinträchtigt. Burnout und Depression, als eine der häufigsten psychischen Erkrankungen, beschreiben einen Prozess, bei dem Menschen einen zunehmenden und bedrohlichen Verlust an persönlichen Ressourcen erleben. Wenn die persönlichen, bisher funktionierenden Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichen und Energiequellen nicht wieder aufgefüllt werden können, bewegen sich die betroffenen Personen zunehmend in eine Abwärtsspirale, in der sich eine depressive Symptomatik und die erlebte Überforderung am Arbeitsplatz gegenseitig bedingen und zu einer stetigen Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen. Dass körperliche Aktivität hier ein sehr wirksames Mittel ist, um einer psychischen Erkrankung vorzubeugen, haben zahlreiche Studien gezeigt (Fuchs, 2012). Demnach hat Sport eine stärkende Pufferwirkung, wenn innere oder äußere Stressoren die Psyche belasten. Auf physiologischer Ebene ist zu beobachten, dass körperliche Aktivität sich positiv auf die Stressresistenz auswirkt, indem die kardiovaskuläre Reaktivität auf psychischen Stress verringert wird. Zudem erholt sich der Körper bei sportlich aktiven Menschen schneller und qualitativ besser als bei Inaktiven. Auf kognitiv-emotionaler Ebene führt sie zu positiveren Gedanken und wirkt selbstwertfördernd. Außerdem steigert sie den Glauben in die eigenen Fähigkeiten und stärkt unter anderem die Selbstwirksamkeitsüberzeugung (Toker & Biron, 2012).

Die Chancen, die mit körperlicher Aktivität verbunden sind, verdeutlichen erneut die Bedeutsamkeit auch für das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Psychische Erkrankungen verursachten im Jahr 2010 mit durchschnittlich 23,4 Tagen mehr als doppelt so lange Ausfallzeiten wie der Durchschnitt mit 11,6 Tagen je Fall (Meyer et al., 2011) und mindern die Produktivität am Arbeitsplatz stärker als andere Erkrankungen (Goetzel et al., 2004). Immer mehr Menschen melden sich aufgrund psychischer Beeinträchtigungen krank (Meyer et al., 2011)), während 80% der Bevölkerung nach wie vor weit unter dem von der World-Health-Organization (WHO) empfohlenen Maß an körperlicher Aktivität bleiben (Kurth, 2012; siehe Artikel 2). Vor allem mit Hilfe des Gesundheitsdialogs als fester Bestandteil der Führungsaufgabe Gesundheit und der Entwicklung von persönlichen Gesundheitsstrategien verhilft padoc® daher Mitarbeitern aller Ebenen nachhaltig und wirksam zu mehr körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit.

Fuchs, R. & Schlicht, W. (Hrsg.). (2012). Seelische Gesundheit und sportliche Aktivität. Göttingen: Hogrefe.

Goetzel, R. Z., Long, S. R., Ozminkowski, R. J., Hawkins, K., Wang, S. & Lynch, W. (2004). Health, absence, disability, and presenteeism cost estimates of certain physical and mental health conditions affecting U.S. employers. Journal of Occupational and Environment Medicine, 46, 398-412.

Kurth, B. M. (2012). Erste Ergebnisse aus der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS). Bundesgesundheitsblatt, 55, 980-990.

Meyer, M., Stellauke, M. & Weirauch, H. (2011). Krankheitsbedingte Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft im Jahr 2010. In: B. Badura, A. Ducki, H. Schröder, J. Klose & K. Macco (Hrsg.): Fehlzeiten-Report 2011. Berlin: Springer.

Toker, S. & Biron, M. (2012). Job Burnout and Depression: Unraveling Their Temporal Relationship and Considering the Role of Physical Activity. Journal of Applied Psychology, 97(3), 699–710.