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Studie: Fettleibigkeit und Diabetes werden zur Epidemie

„The genetic background loads the gun, but the environment pulls the trigger”, was übesetzt heißt: “Die Genetik ist für das Laden der Waffe verantwortlich, abdrücken tut die Umwelt“.

Fettleibigkeit und Diabetes werden zur Epidemie


Gern senden wir Ihnen die Originalstudie auch als PDF-Datei zu. Melden Sie sich hierfür telefonisch unter 040/611 99 99 0 oder senden Sie uns eine E-Mail an: mail@padoc.de

„The genetic background loads the gun, but the environment pulls the trigger”, was übesetzt heißt: “Die Genetik ist für das Laden der Waffe verantwortlich, abdrücken tut die Umwelt“. George Bray formulierte diesen Satz, der verdeutlicht, dass der rapide Anstieg von Übergewicht und Fettleibigkeit in den letzten Jahrzehnten nicht auf die genetischen Faktoren zurückzuführen sein kann. Jeder dritte Erwachsene auf der Welt ist inzwischen übergewichtig oder sogar fettleibig. Eine Studie aus Melbourne zeigt, dass 1,5 Milliarden Erwachsene nach dem Body-Mass-Index (BMI) zu dick sind und 500 Millionen Erwachsene sogar fettleibig (adipös). Bei einem BMI (Gewicht/(Körpergröße in m)2) zwischen 25-30 spricht man von Übergewicht bzw. Präadipositas, bei einem BMI über 30 lautet die Diagnose Adipositas. 

Weltweit steigen die Zahlen für Übergewicht und Adipositas stetig an. Die Gründe für die Ausbreitung der „Epidemie“ liegen  laut Swinburn & Kollegen in der Veränderung des globalen Ernährungssystems, das mehr verarbeitetes, billigeres und ein besser vermarktetes Essen auf den Markt bringt. Übergewicht und Adipositas stellen nicht nur selbständige Krankheitsbilder dar, sie sind auch Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2.  Letzteres, der Zusammenhang zwischen Adipositas und Diabetes mellitusTyp 2 ist jedoch auf molekularbiologischer Ebene noch nicht völlig geklärt. Wissenschaftler aus Kalifornien fügen mit ihren Studienergebnissen nun ein wesentliches Bindeglied hinzu. Ohtsubo & Kollegen fanden heraus, dass ein hoher Fettgehalt der Nahrung die Betazellen der Bauchspeicheldrüse an einer empfindlichen Stelle trifft. Die Betazellen sind nicht mehr in der Lage, den Blutzuckerspiegel zu messen, um dann mit einer Insulinausschüttung den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Auf Dauer kann dadurch Diabetes mellitus Typ 2 entstehen.

In Deutschland sind 2007 7,33 Millionen Menschen von Diabetes mellitus betroffen, 2 Millionen mehr als 2005. Dabei beläuft sich die vermutete Dunkelziffer sogar auf 8 Mio. Menschen (GEDA 2009). Man unterscheidet Diabetes Typ 1 (5-10 % der Menschen mit Diabetes), bei dem die körpereigene Insulinproduktion durch Defekte im frühen Alter ausfällt und Diabetes Typ 2 (ca. 90 % der Menschen mit Diabetes), der durch eine Insulinresistenz gekennzeichnet ist (Gesundheitsbericht-diabetesDE2011). Bewegungsmangel, Übergewicht, falsche Ernährung und genetische Veranlagung führen entweder zu einer Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse, also zum partiellen oder vollständigen Ausfall der körpereignen Insulinproduktion oder zu einer Empfindlichkeitsstörung der Körperzellen auf das Hormon Insulin. Wenn das Schlüssel-Schloss-Prinzip, bei dem Insulin die Zelle für die Aufnahme von Zucker „aufschließt“, nicht mehr funktioniert, verbleibt der Zucker im Blut. Die Folgen sind hohe Blutzuckerwerte, die fatale Auswirkungen auf Organe haben können.

Der Anstieg der Diabetes-Erkrankung ist nicht nur in Deutschland, sondern weltweit zu beobachten. In einer Studie von Danaei & Kollegen (2011) wurde die Entwicklung von Diabetes mellitus in 107 Ländern untersucht. Zwischen 1980 und 2008 stieg die Anzahl der von Diabetes Betroffenen mehr als um das Doppelte an. Dieser Anstieg ist auf den Diabetes mellitus Typ 2 zurückzuführen. Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes mellitus stellen somit eine wachsende globale Gefahr dar, von der auch Unternehmen betroffen sind.

Die „Epidemie“ Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes mellitus haben nicht nur Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der einzelnen Person, sondern auch auf den gesamten Gesundheitszustand eines Unternehmens. Da Übergewichtige, Adipöse und Diabetiker nicht optimal leistungsfähig sind oder sich zumindest das Risiko gesundheitsbedingter Einschränkungen mit zunehmendem Alter erhöht, steigen auch die durch Präsentismus verursachten Kosten für Unternehmen an. Zieht man zusätzlich den demographischen Wandel in Betracht, steigen die Kosten bei zunehmenden Altersdurchschnitt, denn: Je älter die Belegschaft, desto mehr Menschen sind von Fettleibigkeit und Diabetes mellitus betroffen. 

Dieses globale Problem lässt sich nicht allein durch eine Diät oder Insulinbehandlung bekämpfen, viel wichtiger ist es, präventiv aktiv zu werden. Unternehmen können einen wichtigen Teil dazu beitragen ihre Mitarbeiter für dieses Risikoverhalten zu sensibilisieren und damit präventiv gegen die Fettleibigkeit und den Diabetes mellitus vorzugehen oder Mitarbeiter im Kampf gegen diese Risikofaktoren zu unterstützen. 

padoc® geht auf Herausforderungen wie diese in den Beratungen und Seminaren mit den Teilnehmern ein. In Gesundheitschecks werden eventuelle Risiken der Seminarteilnehmer erkannt und ärztlich besprochen. Im Anschluss werden gemeinsam Maßnahmen erarbeitet, die dabei helfen das angestrebte Gesundheitsverhalten zu erreichen. Auf diese Weise wird, wie im diabetesDE Gesundheitsbericht empfohlen, am Ursprung und nicht an den Symptomen angesetzt.

Swinburn, A., B. et Al. (2011).The global obesity pandemic: shaped by global drivers and local environment. The lancet, 378, 804-814.

Ohtsubo, K. et. Al (2011).Pathway to diabetes through attenuation of pancreatic beta cell glycosylation and glucose transport. Nature Medicine, 17, (9), 1067-1076.

Kramer, I. &Bödeker, W. (2008). iga Report 16. Return on Investment im Kontext der Betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention. BKK, 

BGAG, AOK, Arbeiter-Ersatzkassen-Verband.

diabetesDE (2011). Deutscher Gesundheitsbericht: Diabetes 2011. Mainz: Kirchheim + Co.

Danaei, G. et Al (2011). National, regional, and global trends in fasting plasma glucose and diabetes prevalence since 1980: systematic analysis of health examination surveys and epidemiological studies with 370 country-years and 2,7 million participants. The lancet. 387 (2). 31-40.

Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA) (2009). Prävalenz des bekannten Diabetes mellitus. Berlin: Oktoberdruck.