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Unternehmen: Hohe Risikofaktoren bereits bei den Nachwuchskräften, padoc Newsletter 01/2009: Artikel #5

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Unternehmen: Hohe Risikofaktoren bereits bei den Nachwuchskräften

60% der Weltbevölkerung bewegen sich weniger als 30 Minuten am Tag, Bewegung und körperliche Arbeit werden immer weniger, die Kalorienzufuhr steigt. In Deutschland bedeutet dies inzwischen: zwei von drei Männern sind übergewichtig, genauso jede zweite Frau. Hinzu kommen die chronischen Begleiterkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und des Bewegungsapparats mit der Folge gleichzeitig steigender Kosten des Gesundheitssystems. Eine weitere Verschlechterung der Situation in den nächsten Jahren ist zu erwarten: Dringend erforderlich sind Maßnahmen zur Prävention, die eine Lebensstiländerung hin zu einer gesünderen und "bewegteren" Lebensweise fördern.

Während sich bisherige Studien in erster Linie auf Kinder und Jugendliche konzentriert haben, zielt die "Fit-fürs-Leben"-Studie unter Leitung von Professor Dieter Leyk auf die Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen - 12.835 Personen wurden bereits untersucht. Die Untersuchung bestand aus einer anonymisierten schriftlichen Befragung, der Bestimmung von Körpermaßen sowie aus physischen Leistungstests in den Bereichen Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination.

Die Ergebnisse belegen eindeutig, dass sich insbesondere bei 20- bis 25-Jährigen gesundheitlich ungünstige Merkmale deutlich verstärken. Bei den 25-jährigen Männern sind 50% übergewichtig, 60% rauchen und rund ein Drittel ist sportabstinent. Zwar ist nur ein Viertel der 16- bis 25-jährigen Frauen übergewichtig, jedoch sind die weiblichen Studienteilnehmer wesentlich seltener sportlich aktiv. Lediglich ein Viertel aller Studienteilnehmer weist keinen der untersuchten kardiovaskulären Risikofaktoren auf.

Die Auswirkungen dieses überwiegend passiven und ungesunden Lebensstils können nur durch gezielte, möglichst früh einsetzende, präventive Maßnahmen, insbesondere in den Unternehmen, aufgefangen werden. Konkrete und nachhaltige Maßnahmen im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sollten demnach bereits bei den Azubis und jungen Hochschulabsolventen ansetzen.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 105, Heft 46, 14. November 2008
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