Bewegung: Sportliche Aktivität verringert Stressreaktionen, padoc Newsletter 01/2009: Artikel #4
Nachwuchskräften"
Bewegung: Sportliche Aktivität verringert Stressreaktionen
Circa 132 Milliarden Euro kostete 2004 die reduzierte Produktivität am Arbeitsplatz, verursacht durch psychische Störungen in Europa. Die Ursachen sind vielfältig und die Ansatzpunkte zur Verbesserung dieser Situation verschiedenartig. Wir möchten Ihnen hier gerne Hinweise geben, mit denen Sie Ihre persönliche stressbezogene Reaktivität und Regeneration verbessern können.Eine aktuelle Übersicht aus der Universität Basel fast den Wissensstand zu dem Zusammenhang von sportlicher Aktivität und Stress zusammen. Die beiden wichtigsten Ergebnisse:
1. Ein hoher Fitnesszustand steht in Verbindung mit einer verbesserten Stressregeneration.
Menschen mit einer hohen körperlichen Leistungsfähigkeit erholen sich nach psychisch belastenden Situationen besser. Dieser Effekt kann bedeutend sein bei schnell hintereinander auftretenden kürzeren Stressereignissen während des Tages und bei länger dauernden Stressphasen. In beiden Fällen ist eine schnelle Regeneration wichtig. Körperlich fitte Personen kommen zum Beispiel nach einem stressigen Telefonat schneller wieder auf ein gesundes Leistungsniveau für die nächste Aufgabe beziehungsweise nehmen den Stress eines langen Meetings nicht mit nach Hause.
2. Bei kognitivem und psychosozialem Stress fällt die Reaktivität geringer aus, wenn unmittelbar zuvor Sport getrieben wird.
Wenn Sie gleich morgens eine wichtige Sitzung haben, stehen Sie etwas früher auf und gehen eine halbe Stunde Walken oder Joggen. Vor dem Krisengespräch am Nachmittag gehen Sie nach dem Mittagessen schnelleren Schrittes nach draußen. Selbst bei überraschenden Anrufen vom Chef gehen Sie lockerer in den Termin, wenn Sie die Treppen nehmen. In jedem Fall steigt während psychischer Belastungen die Stressreaktion geringer aus und Sie bleiben geistig frischer, wenn Sie direkt davor körperlich aktiv waren.
Quelle: Gerber M: Sportliche Aktivität und Stressreaktivität: Ein Review. Deut Z Sportmed 59 (2008) 168-175.






