Ernährung: Ballaststoffe, padoc Newsletter 01/2009: Artikel #3
Nachwuchskräften"
Ernährung: Ballaststoffe
Im Darm können Ballaststoffe von körpereigenen Enzymen nicht verdaut werden - daher der Name "Ballast"-stoffe. Sie erfüllen wichtige Funktionen im Verdauungstrakt, haben positive Wirkungen auf den Stoffwechsel und sind in Vollkornprodukten, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten sowie Obst zu finden - also pflanzlichen Lebensmitteln, die den Hauptanteil unseres Essens bilden sollten.Auch in Bezug auf Diabetes mellitus Typ 2 wirken sie sich günstig aus: Menschen, die ihren Körper ausreichend mit Ballaststoffen - insbesondere aus Vollkornprodukten - versorgen, haben ein geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken. Sie verbessern die Insulinwirkung und helfen, Blutzuckerspitzen zu vermeiden.
Als Richtwert für die tägliche Zufuhr nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) deshalb mindestens 30 g Ballaststoffe für Erwachsene. Der Zusammenhang zwischen der Ballaststoffaufnahme und dem Risiko für Darmkrebs wurde in den vergangenen Jahren immer wieder in Frage gestellt. Der Report des World Cancer Research Fund wertete nunmehr sämtliche relevanten Forschungsergebnisse aus und kommt zu dem Schluss, dass Lebensmittel, die Ballaststoffe enthalten, das Risiko für kolorektalen Krebs wahrscheinlich senken(1).
Die von der DGE empfohlene Menge von mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag lässt sich mit 3 Scheiben Vollkornbrot, 3 Kartoffeln, 3 Portionen Gemüse (z. B. 200 g Blumenkohl, 1 Karotte, 100 g Blattsalat) und 2 Portionen Obst (z. B. 1 Apfel, 150 g Beeren) erreichen.
(1)World Cancer Research Fund/ American Institute for Cancer Research. Food, Nutrition, Physical Activity, and the Prevention of Cancer: a Global Perspective. Washington, DC: AICR, 2007.
Quelle: DGE-aktuell 11/2008 vom 07.10.20008






