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NL18/01 - Artikel 2

Gerade in der kalten Jahreszeit nimmt die Anzahl an Menschen, die unter Erkältungen leiden, stark zu. Die Symptome sind häufig nicht bedrohlich, stellen jedoch eine konstante körperliche Belastung dar und sind in der Gesamtheit eher als unerfreulich zu betrachten.

Hilft Vitamin C bei Erkältungen?


Gerade in der kalten Jahreszeit nimmt die Anzahl an Menschen, die unter Erkältungen leiden, stark zu. Die Symptome sind häufig nicht bedrohlich, stellen jedoch eine konstante körperliche Belastung dar und sind in der Gesamtheit eher als unerfreulich zu betrachten. Eines der vielen Hausmittel, die Abhilfe verschaffen sollen, ist die heiße Zitrone mit Honig oder Zucker. Aufgrund des hohen Vitamin C Gehalts wird ihr eine heilende Wirkung zugeschrieben, die die Krankheitszeit verkürzt und die Symptome einer Erkältung lindern soll. Ist etwas Wahres dran oder handelt es sich, ähnlich wie bei der Hühnersuppe, um einen Mythos? Wir haben nach der Evidenz gefragt.

"5-am-Tag" genügt

Der menschliche Körper braucht ein gewisses Maß an Vitamin C, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Die meisten Menschen in Industrieländern nehmen genügend Vitamin C über die Nahrung zu sich. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt an, dass 100 Milligramm Vitamin C pro Tag in der Nahrung ausreichen, um den Tagesbedarf zu decken. Dies entspricht beispielsweise ca. 72 Gramm Paprika oder 52 Gramm Johannisbeeren am Tag. Selbst mit weniger als den 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag sind die meisten Menschen in Deutschland mit ausreichend Vitamin C versorgt. Eine Mangelerscheinungen („Skorbut“) wie damals die Seefahrer ist hierzulande daher quasi nicht existent.

Sind Nahrungsergänzungsmittel wirkungsvolle Helfer?

Trotz des ausreichend vorhandenen Vitamin Cs in der Nahrung nehmen einige Menschen Vitamin Präparate zu sich, die zum Teil die zehnfache Menge der empfohlenen Tagesdosis enthalten. Da der Körper jedoch nicht in der Lage ist Vitamin C zu speichern, wird das überschüssige Vitamin C nach einigen Stunden wieder ausgeschieden. Sie erzeugen mit der Einnahme von Vitamin-C-Präparaten damit lediglich teures Urin. Warum schwören jedoch einige Konsumenten auf ihre kleinen Helfer?

Kein Schutz vor Erkältungen

Die Cochrane Collaboration, einem internationalen Netzwerk von Forschern, hat untersucht, ob die Zufuhr von hohen Vitamin C-Dosen dabei helfen kann, Erkältungen zu vermeiden und die damit einhergehenden Symptome zu lindern. Insgesamt wurden 29 Studien mit mehr als 11,000 Kindern und Erwachsenen analysiert. Die meisten Studien testeten dabei die Aufnahme von 1.000 Milligramm Vitamin C oder mehr, die täglich, teilweise über einen Zeitraum von mehreren Jahren von den Teilnehmern der Studie aufgenommen wurden. Verglichen wurden diese Personen mit Personen, die statt eines Vitamin C-Präparats ein Placebo erhielten.

Die Ergebnisse zeigten, dass es nicht möglich ist, Erkältungen über eine länger andauernde erhöhte Zufuhr von Vitamin zu vermeiden. Zwar war die Krankheitszeit im Vergleich zu denjenigen, die ein Placebo erhielten, um 10 % kürzer. Krank wurden die Probanden jedoch auch mit der Einnahme von Vitamin-C-Tabletten. Für Personen, die anfingen Vitamin C einzunehmen, nachdem sie bereits erkrankt waren, zeigten sich gar keine Vorteile.

Somit kann die zusätzliche Zufuhr von Vitamin-C über Nahrungsergänzungsmittel nicht empfohlen werden. Essen Sie lieber mehr Obst und Gemüse. Damit sparen Sie zwar kein Geld, haben aber weitere wichtige Nährstoffe gewonnen und sorgen für sättigende Ballaststoffe in Ihrem Darm.

Wussten Sie, dass Paprika pro 100g mehr Vitamin-C enthält als Orangen?

Neben Zitrusfrüchten und Gemüsepaprika können weitere Vitamin C-Lieferanten schwarze Johannisbeeren, Sanddornbeeren(saft) sowie Petersilie sein. Außerdem reich an Vitamin C sind Spinat, Grünkohl, Brokkoli sowie Blumenkohl und Kohlrabi.



 

Quellen:

(1)  Domke A, Großklaus R, Niemann B, Przyrembel H, Richter K, Schmidt E et al (Ed). Verwendung von Vitaminen in Lebensmitteln - Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte. Berlin: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR); 2004.

(2) Hemilä H, Chalker E. Vitamin C for preventing and treating the common cold. Cochrane Database Syst Rev 2013; (1): CD000980. [PubMed]