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NL17/03 - Artikel 4

Hier steht die Vorschau

Wie eine gesunde Ernährung das Risiko frühzeitig zu versterben verringern kann


Die Art wie wir uns ernähren spielt, neben der körperlichen Aktivität, eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Krankheiten. Gleichzeitig stellt eine Fehlernährung einen der am besten zu beeinflussenden Risikofaktoren dar. Wie stark wir unser Gesundheitsrisiko allein durch die Verbesserung unseres Ernährungsverhaltens reduzieren können, zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie.

Sterberisiko bis zu 17% geringer

Als Datengrundlage dienten die Ergebnisse der „Nurses‘ Health Study“ und der „Health Professionals Follow-up Study“, die in einem Zeitraum von 1998 bis 2010 47.994 Frauen und 25.745 Männer untersuchten. Anhand der erfassten Daten wurde der Zusammenhang zwischen der Veränderung des Ernährungsverhaltens und dem Risiko frühzeitig zu versterben errechnet. Zur Bewertung des Ernährungsverhaltens wurden ernährungsspezifische Kennzahlen (Ernährungsscores) erstellt und deren Veränderung im Verlauf der Zeit analysiert. Eine Verbesserung um 20 Prozent in den Ernährungsscores innerhalb von 12 Jahren war mit einer Verringerung des Sterberisikos um 8 bis 17 Prozent verbunden. Eine Verschlechterung um 20 Prozent des Ernährungsscores führte hingegen zu einem um 6 bis 12 Prozent erhöhten Sterberisiko. Teilnehmer, die über den gesamten Zeitraum der Studie ihr gesundes Ernährungsverhalten aufrechterhielten, hatten ein 9 bis 14 Prozent geringeres Risiko frühzeitig zu versterben, als Personen mit einer anhaltend ungesunden Ernährung.

Fazit

Auch wenn der Einfluss von Ernährung auf die Gesundheit vielen bereits bekannt ist, betonen die Ergebnisse erneut, welchen Wert eine ausgewogene Ernährung für die eigene Gesundheit hat. Sie zeigen außerdem: Es lohnen sich erste kleine Schritte. Neue Gewohnheiten aufzubauen braucht Übung und Zeit.  Wie das am besten funktioniert, erfahren Sie in unserem  podcast und wie eine gesunde Ernährung aussieht, vermitteln die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.



 

Quellen:

(1) Mercedes Sotos-Prieto, Ph.D., Shilpa N. Bhupathiraju, Ph.D., Josiemer Mattei, Ph.D., M.P.H., Teresa T. Fung, Sc.D., Yanping Li, Ph.D., An Pan, Ph.D., Walter C. Willett, M.D., Dr.P.H., Eric B. Rimm, Sc.D., and Frank B. Hu, M.D., Ph.D. ; Association of Changes in Diet Quality with Total and Cause-Specific Mortality; N Engl J Med 2017; 377:143-153July 13, 2017DOI: 10.1056/NEJMoa1613502