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padoc bietet Ihnen ein modernes Betriebliches Gesundheitsmanagement, das durch seinen innovativem Ansatz Gesundheitsverhalten nachhaltig verbessert.

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NL14/03 – Artikel 3

„Bei der Gesundheitskompetenz der Deutschen gibt es eine Menge zu tun. Nur knapp ein Drittel zeigte sich in einer bundesweiten Befragung als „ausreichend kompetent“. Aber was heißt hier eigentlich kompetent? Und worum sollte es bei der „Gesundheitskompetenz“ eigentlich gehen?

Gesundheitskompetenz im Unternehmen stärken. 


Gern senden wir Ihnen die Studien & Artikel auch als PDF-Datei zu. Melden Sie sich hierfür telefonisch unter 040 6119999-0 oder senden Sie uns eine E-Mail an: mail@padoc.de

Bei der Gesundheitskompetenz der Deutschen gibt es eine Menge zu tun. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage der AOK zum Wissen über das „Finden und Verstehen“ von Gesundheitsinformationen (1). Befragt wurden über 2000 gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren. Die Ergebnisse verdeutlichen eine insgesamt starke Unsicherheit, wo verlässliche Gesundheitsinformationen gefunden werden können und wie diese Informationen zu verstehen sind. 66%  der Befragten – bei Personen mit einem höheren Bildungsgrad sogar 71% – gaben an, dass es schwierig sei, die Seriosität von Gesundheitsinformationen richtig einschätzen zu können. Die Folgen seien laut Studienautoren schwerwiegend, denn Menschen ohne Zugang oder geringem Verständnis für Gesundheitsinformationen würden sich risikoreicher verhalten. Soweit alles richtig.

Gesundheitskompetenz in Deutschland

Gesundheitskompetenz „umfasst das Wissen, die Motivation und die Kompetenzen von Menschen, relevante Gesundheitsinformationen in unterschiedlicher Form zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden, um im Alltag (…) Urteile fällen und Entscheidungen treffen zu können (…)“ (2). Es geht also darum, zu erlangendes Wissen in Verhalten umzusetzen. Die wichtigste und entscheidendste Frage zur Umsetzung des Wissens wurde in der Untersuchung der AOK aber gar nicht gestellt (1). Ob es aus Sicht der Teilnehmer gelingt Gesundheitsrisiken wie Bewegungsmangel, Fehlernährung, Übergewicht, Diabetes und mangelndes Stressmanagement zu reduzieren, bleibt ungewiss. Ob sie die tatsächlichen Kriterien des Risikofaktors Bewegungsmangel für eine „Eigendiagnose“ überhaupt kennen, wird ebenso nicht erfragt. Die tatsächliche Gesundheitskompetenz wird durch derlei Studien somit gar nicht untersucht. Der tatsächliche Handlungsbedarf wird erst durch breit angelegte epidemiologische Studien deutlich, die zeigen, dass sich nach wie vor 80% der deutschen Bevölkerung zu wenig bewegen, 93% der Männer und 85% der Frauen es nicht schaffen, die empfohlene Menge an Obst und Gemüse zu essen, Diabetes-Typ-II und Adipositas auf dem Vormarsch sind und gut ein Drittel der deutschen Bevölkerung von klinisch-relevanten Schlafstörungen berichtet (3).

Wir gestalten daher Unternehmerisches Gesundheitsmanagement

Auch für padoc bedeutet Gesundheitskompetenz nicht nur das Finden und Verstehen von Gesundheitsinformationen, sondern vor allem die Kompetenz, dieses Wissen in Verhalten umzusetzen – und zwar langfristig. Der Zusammenhang zwischen verhaltensbedingten Gesundheitsrisiken und der beruflichen Leistungsfähigkeit ist vielfach belegt (4). Die Reduktion von Bewegungsmangel, Fehlernährung, Übergewicht, Rauchen, mangelndem Stressmanagement und anderen Risikofaktoren durch BGM-Maßnahmen geht mit einer Steigerung der Produktivität einher. Unternehmen nutzen ihre Möglichkeiten zur Stärkung von Gesundheitskompetenz und Eigenverantwortung bislang jedoch kaum aus. Wenn Unternehmen nachhaltige Effekte in Bezug auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern erzielen, ist die Komfortzone der reinen Informations- und Angebotsvermittlung zu verlassen. Gesundheitskompetenz kann in professionellen Trainings mit einem entsprechenden Nachhaltigkeitsprogramm vermittelt werden. Eigenverantwortung ist jedoch auch ein Wert, der durch die Unternehmenskultur vermittelt wird. Und das gelingt nur über Führung. Der authentische Gesundheitsdialog zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist daher das wirksamste Instrument, für nachhaltig mehr Gesundheit und Leistungsfähigkeit (5).

 

Quellen:

(1) Zok, K. (2014). Unterschiede bei der Gesundheitskompetenz Ergebnisse einer bundesweiten Repräsentativ-Umfrage unter gesetzlich Versicherten. WIdO-monitor, 11(2), 1–12.

(2) Sorensen, K., van den Broucke, S., Fullam, J., Doyle, G., Pelikan, J., Slonska, Z. & Brand, H. (2012). Health literacy and public health: A systematic review and integration of definitions and models. BMC Public Health, 12(80).

(3) RKI (2013) „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ des Robert-Koch-Instituts. Wichtige Ergebnisse auf einen Blick. Verfügbar unter http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Degs/degs_w1/DEGS1-Ergebnisse.pdf?__blob=publicationFile

(4) Steinke, M. & Badura, B. (2011). Präsentismus: Ein Review zum Stand der Forschung. 1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

(5) Lümkemann, D. & Linnenschmidt, M. (2014). Verantwortung für Gesundheit. Durch Vorbild und authentische Gesundheitsdialoge können Führungskräfte die Eigenverantwortung aller Mitarbeiter stärken. Personalmagazin, 07/14.