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NL14/03 – Artikel 1

Bürolärm, Arbeitsdichte, das Verhaltens des Vorgesetzten, Überbelastung, Zeitdruck, geringer Entscheidungsspielraum. Medien berichten häufig von Aspekten der Arbeit, die gesundheitsgefährdend sein können, es aber nicht in jedem Fall sind. 

Arbeit ist eine Ressource für Gesundheit


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Bürolärm, Arbeitsdichte, das Verhaltens des Vorgesetzten, Überbelastung, Zeitdruck, geringer Entscheidungsspielraum. Medien berichten häufig von Aspekten der Arbeit, die gesundheitsgefährdend sein können, es aber nicht in jedem Fall sind. Wenig wird hingegen über die Tatsache gesprochen, dass Arbeit die Gesundheit in erster Linie fördert und für jeden sogar ein Ort der Erholung sein kann. Diesen Effekt zeigte jetzt eine neue Studie von Damaske und Kollegen, die die Hypothese „Arbeit als ein Hafen“ mit objektiven Daten untersucht habt (1). Bei 112 Studienteilnehmern zwischen 19 und 63 Jahren unterschiedlicher Berufsgruppen und verschiedener Hierarchieebenen wurde sechs Mal pro Tag über drei Tage hinweg das Stresshormon Cortisol gemessen. Dabei konnte gezeigt werden, dass für die meisten Teilnehmer die Arbeit weniger Stress auslöste als das eigene Zuhause. Dies galt insbesondere für Eltern.

Arbeit ist gesünder als keine Arbeit

Eine weitere Studie berichtet vom Stresserleben verschiedener Personengruppen (2). Sie zeigt, dass Erwerbslose eine höhere Stressbelastung aufweisen als Erwerbstätige. Warum? Die individuell erlebte Stressbelastung hängt nicht generell von der Menge  der Arbeit ab, sondern vielmehr von der Möglichkeit, über das eigene Leben und den Alltag bestimmen zu können (3). Arbeit ist für gewöhnlich sinnstiftend, stelle eine Ressource für Wertschätzung sowie Anerkennung dar und fördere die Persönlichkeitsentwicklung, so die Arbeitspsychologie (4). „Gut gestaltete Arbeit stabilisiert die Psyche des Menschen“ schreiben daher auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund in ihrer gemeinsamen Erklärung zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt (5). Sie habe „einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und die persönliche Entwicklung“ (S. 2).

Paradigmenwechsel: Chancen nutzen statt Probleme bekämpfen

In der Diskussion um die Verantwortung für Gesundheit bedarf es einer Anerkennung auf beiden Seiten (6): Eine nicht gut gestaltete Arbeit sollte unter die Lupe genommen und aufgedeckte Entwicklungspotenziale genutzt werden.  Denn gut gestaltete Arbeit ist eine wichtige Ressource für motivierte und leistungswillige Mitarbeiter. Nicht ausreichend wahrgenommene Eigenverantwortung auf der anderen Seite sollte ebenso hinterfragt und ein verbessertes Verhalten zum Erhalt der eigenen Gesundheit gefordert werden. Die gleichzeitige Unterstützung seitens des Unternehmens durch entsprechende Maßnahmen ist ein Prinzip des Unternehmerischen Gesundheitsmanagements. Es nutzt Potenziale und stärkt Ressourcen, statt ausschließlich Probleme zu bekämpfen und Arbeit einseitig als Risikofaktor zu betrachten. Es fordert und fördert. Die Verantwortung für Gesundheit wird sowohl von Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern wahrgenommen. Die Kunst, diese Täter-Opfer-Diskussion zu beenden und die Gesundheit von Führungskräften und Mitarbeitern durch wertschätzende Gesundheitsdialoge wirksam und nachhaltig zu verbessern, vermittelt padoc in seinen beiden Geschäftsfeldern Consulting und Training www.padoc.de/geschaeftsfelder/

 

Quellen:

(1) Damaske , S., Smyth, J. M. & Zawadzki, M. J. (2014). Has work replaced home as a haven? Re-examining Arlie Hochschild’s Time Bind proposition with objective stress data. Social Science & Medicine 115 (2014) 130 – 138.

(2) DAK (2014). Belastung durch chronischen Stress. Sonderauswertung der Befragung der DAK-Gesundheit im Rahmen des Schwerpunktthemas 2014 – „Rushhour des Lebens“. Die Ergebnisse gelten für die Altersgruppe 25-40.

(3) Kaluza, G. (2014). Gelassen und sicher im Stress. Das Stresskompetenz-Buch. Stress erkennen, verstehen, bewältigen. Heidelberg: Springer.

(4) Ducki, A. (2000). Diagnose gesundheitsförderlicher Arbeit. Eine Gesamtstrategie zur betrieblichen Gesundheitsanalyse. Zürich: vdf Hochschulverlag.

(5) Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Deutscher Gewerkschaftsbund (2013). Gemeinsame Erklärung Psychisch Gesundheit in der Arbeitswelt.

(6) Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Die Perspektive der Arbeitgeber. Rede vom Arbeitgeberpräsidenten Dr. Dieter Hundt auf der Tagung „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ Berlin, 29. Januar 2013.