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NL14/02 – Artikel 4

Geringe Mengen Alkohol reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Geringe Mengen Alkohol reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen


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Dass Wein in geringen Mengen positive Effekte auf die Gesundheit hat, ist lange bekannt. Eine neue Meta-Analyse hat die bisherige Forschung zusammengefasst und kommt zu dem Ergebnis: auch für Bier scheinen diese Vorteile zu gelten. Demnach sank das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Gesamtsterblichkeit bei einem moderaten Konsum von Alkohol (siehe weiter unten) um durchschnittlich 25 Prozent im Vergleich zu keinem Alkoholkonsum. Auf Spirituosen trifft dieser Effekt allerdings nicht zu (1).

Wirkmechanismen

Laut übereinstimmender Studien liegt die Ursache der positiven Wirkung von moderatem Alkoholkonsum auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit in der Beeinflussung der Blutfette (2). Bei Menschen mit regelmäßigem, aber moderatem Alkoholkonsum ist die Menge der High Density Lipoproteinen (HDL) im Blut erhöht. Dieses Lipoprotein ist für den Transport von Substanzen wie Cholesterin und Fettsäuren im Blut verantwortlich und verhindert, dass sich Cholesterin an den Gefäßwänden ablagert und diese verkalken.

Was bedeutet „moderater Alkoholkonsum“?

Wenngleich geringe Mengen von Alkohol einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben können, so sollte im Blick behalten werden, dass Alkohol beim Überschreiten der empfohlenen Mengen schädliche Wirkungen auf die Gesundheit hat. Für Frauen gelten 12g, für Männer 24g als die obere Grenze für einen moderaten Alkoholkonsum pro Tag (3). Frauen sollten daher nicht mehr als ein Glas Alkohol pro Tag trinken und an mindestens drei Tagen pro Woche auf Alkohol verzichten. Für Männer gelten zwei Gläser Alkohol pro Tag und mindestens zwei Tage pro Woche ohne Alkohol als die maximale Grenze für einen in der Regel unbedenklichen Alkoholkonsum (3).

Im Durchschnitt liegen die Deutschen über dieser empfohlenen Grenze: Mit 107,2 Liter Bier, 25,1 Liter Wein und Sekt sowie 5,4 Liter Spirituosen haben die Deutschen einen größeren Verzehr von Alkohol als zum Beispiel Italien, Frankreich oder Griechenland (4).

Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens entscheidend für ein geringes Gesundheitsrisiko

Zu den Erkrankungen, die ein Alkoholkonsum oberhalb der empfohlenen Grenze begünstigt, gehören Krebserkrankungen, Bluthochdruck, Herz-Muskel-Erkrankungen, Fettleber und Leberzirrhose, die Schädigung des Gehirns, Übergewicht sowie Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und der Magenschleimhaut. Aber auch schon geringe Mengen unterhalb der empfohlenen Grenze können Erkrankungen wie Diabetes, Lebererkrankungen sowie psychische Erkrankungen, insbesondere Depressionen, begünstigen. Um das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu reduzieren, stellt die Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhalten somit eine deutlich risikoärmere und zudem verlässlichere Strategie dar, als der moderate Konsum von Alkohol (3).

Quellen:

(1) Ronksley PE, Brien SE, Turner BJ et al. (2011). Association of alcohol consumption with selected cardiovascular disease outcomes: a systematic review and meta-analysis. BMJ, 342, d671.

(2) Brien SE, Ronksley PE, Turner BJ et al. Effect of alcohol consumption on biological markers associated with risk of coronary heart disease: systematic review and meta-analysis of interventional studies. BMJ. 2011; 342: d636

(3) Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2012). Alles klar. Tipps und Informationen für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.

(4) Zahlen & Fakten Alkoholkonsum: http://www.dhs.de/datenfakten/alkohol.html