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NL14/02 – Artikel 3

Glück als Überwindungsprämie

Glück als Überwindungsprämie


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Selbstkontrolle macht glücklich – und ist trainierbar

Für ein erfolgreiches Selbstmanagement ist Selbstkontrolle unerlässlich. Nur wer in der Lage ist, spontane Bedürfnisse aufzuschieben und eigene Impulse zu regulieren, wird seine persönlichen und beruflichen Ziele erreichen. Das Phänomen hinter dieser psychischen Leistung heißt „Belohnungsaufschub“ („Delay of Gratifikation“): Ein aktuelles Bedürfnis wird zugunsten eines wichtigeren Ziels aufgeschoben. Auch für das Gesundheitsverhalten ist Selbstkontrolle (oder auch Selbstregulation, Willenskraft) der wichtigste Erfolgsfaktor. Die gute Nachricht: Selbstkontrolle ist bis zu einem gewissen Grad trainierbar. Und: Selbstkontrollierte Menschen sind insgesamt glücklicher. Obwohl ihnen häufig unterstellt wird, ein eher freudloses Leben zu führen,  haben sie mehr positive Gefühle und weniger Stress, bessere Beziehungen, sie sind zudem erfolgreicher im Beruf und haben insgesamt ein besseres Wohlbefinden und eine bessere Gesundheit als Menschen, die weniger erfolgreich ihre körperlichen und psychischen Bedürfnisse steuern können (1).

Willenskraft vergrößert sich durch deren Anwendung

Studien bestätigen immer wieder, dass Selbstkontrolle bis zu einem gewissen Grad trainierbar ist. Ähnlich wie ein Muskel vergrößert sich die Willenskraft, in dem man sie beansprucht und herausfordert (2). Interessanterweise ist das Trainieren von Selbstkontrolle dabei aber nicht an einen bestimmten Aufgabenbereich gebunden. Wird Willenskraft in einem Bereich trainiert (z.B. bei der Reduktion des wöchentlichen Alkoholkonsums oder das Durchhalten eines Sportprogramms), hat dies eine Stärkung der Willenskraft insgesamt und somit für sämtliche andere Bereiche im Alltag zur Folge.

Vergleichbar mit jedem Muskel ist die Voraussetzung für eine langfristige Stärkung jedoch auch eine regelmäßige und ausreichende Erholung. Willenskraft erschöpft sich im Laufe des Tages, weshalb dieses Phänomen auch „Selbsterschöpfung“ ( „Ego Depletion“) genannt wird. Und Studien zeigen auch: Wer es mit der Selbstkontrolle übertreibt, wird langfristig an Willensstärke eher verlieren. Ein Gleichgewicht zwischen der Forderung des Selbst und dessen anschließenden Erholung ist somit der vielversprechendste Weg zu mehr Willenskraft und somit Zufriedenheit und Gesundheit (3).

Den Körper fit halten

Gesunder Schlaf und Erholung gehören wie oben beschrieben zu den Voraussetzungen, um an Selbstkontrolle dazu zu gewinnen. Körperliche Aktivität unterstützt dabei, innere Anforderungen im Griff zu haben, da Spannungszustände reduziert und die Stimmung verbessert werden. Eine Ernährung, die die physische und somit psychische Fitness steigert ist der dritte Baustein für erfolgreiche Selbstkontrolle (4).

Für Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet das einen weiteren positiven Nebeneffekt: Das kontinuierliche Streben nach einem gesunden Lebensstil und das Erreichen persönlicher Gesundheitsziele macht nicht nur glücklich, sondern auch insgesamt willensstärker.


Quellen:

(1) Hofmann, W. et al. (2013). Yes, But Are They Happy? Effects of Trait Self-Control on Affective Well-Being and Life Satisfaction. Journal of Personality, August 2013.

(2) Baumeister, R. F., Gailliot, M., DeWall, C. N., & Oaten, M. (2006). Self-regulation and personality: how interventions increase regulatory success, and how depletion moderates the effects of traits on behavior. Journal of personality, 74(6), 1773-801.

(3)  Vohs, K. D., & Heatherton, T. F. (2000). Self-regulatory failure: a resource-depletion approach. Psychological science, 11(3), 249-54.

(4) Baumeister, r. & Tierney, J. (2012) . Die Macht der Disziplin. Campus.