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NL15/01 – Artikel 5

Nachdem padoc 2012 bereits von diesem Thema berichtete, hat sich die Evidenz der krebspräventiven Wirkung von körperlicher Aktivität innerhalb der letzten Jahre weiter verdichtet. Besonders für Dickdarm-, Gebärmutterschleimhaut- und Brustkrebs gilt die Wirkung jetzt als eindeutig belegt. Für Lungen-, Bauchspeicheldrüsen- und Magenkrebs ist sie bisher sehr wahrscheinlich.


Stellenwert der Bewegung in der Krebsprävention


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Nachdem padoc 2012 bereits von diesem Thema berichtete (4), hat sich die Evidenz der krebspräventiven Wirkung von körperlicher Aktivität innerhalb der letzten Jahre weiter verdichtet. Besonders für Dickdarm-, Gebärmutterschleimhaut- und Brustkrebs gilt die Wirkung jetzt als eindeutig belegt (7). Für Lungen-, Bauchspeicheldrüsen- und Magenkrebs ist sie bisher sehr wahrscheinlich.

Physiologie der krebspräventiven Wirkung

Einige der wichtigsten Prozesse sind die Verbesserung der Empfindlichkeit von Körperzellen gegenüber Insulin, die Anregung von Wachstumsfaktor-Proteinen, die Verbesserung der DNA-Reparatur-Kapazität und die verbesserte Funktion des Immunsystems und des Antioxidantien-Enzyme-Systems. Außerdem hilft Bewegung bei der Gewichtskontrolle und wirkt Übergewicht entgegen, erklären die Leitlinien der deutschen Adipositas Gesellschaft (1). Übergewicht und dessen Auswirkungen auf den Organismus erhöhen das Krebsrisiko diverser Krebsarten zusätzlich signifikant (2).

Effekte

Für die Risikoreduktion des Dickdarmkrebses belegen 28 umfassende Kohortenstudien (8), dass anstrengende Aktivitäten das Krebsrisiko um durchschnittlich 25 % senken. Auch speziell das Brustkrebsrisiko kann um 25 % gesenkt werden (5). Emaus und Thune (3) bewerteten die Evidenz von 27 Studien zur körperlichen Aktivität und konnten ein 20 % bis 30 % niedrigeres Lungenkrebsrisiko bei Frauen und sogar 20 % bis 50 % bei Männern berichten. Das Magenkrebsrisiko lässt sich um circa 30 % senken, wobei es einen noch größeren Effekt bei intensiverer körperlicher Aktivität zu geben scheint (8). Eine durchschnittliche Risikoreduktion von 10 % konnte für Prostatakrebs ermittelt werden.

Die Empfehlungen der Wissenschaftler sind eindeutig: Eine Erhöhung der körperlichen Aktivität ist eine wirksame und risikofreie Maßnahme, um Krebs vorzubeugen. Nach den Vorgaben der WHO (9) ist ein minimales Wochenpensum, um effektiv in Bewegung zu sein, 150 Minuten Bewegung bei moderater Intensität oder mindestens 75 Minuten bei höherer Intensität. Zusätzlich sollte zweimal wöchentlich ein Krafttraining der großen Muskelgruppen durchgeführt werden.

Quellen:

(1) Deutsche Adipositas Gesellschaft (2006) AGA-Leitlinien. Zugriff online unter:  www.a-g-a.de/Leitlinie.pdf (Stand: 04.2014)

(2) Bhaskaran, K.; Douglas, I; Forbes, H; dos Santos Silva, I.; Leon, D.; Smeeth, L. (2014). Body-mass index and risk of 22 specific cancers: a population-based cohort study of 5•24 million UK adults. The Lancet Volume 384, (9945), 755–765.

(3) Emaus, A.; Thune, I. (2011): Physical activity and lung cancer prevention. Recent Results Cancer Res 186, 101-133.

(4) Linnenschmidt, M.(2012). Tumorprävention durch körperliche Aktivität. Zugriff online unter: http://www.padoc.de/studie-tumorpraevention-durch-koerperliche aktivitaet/?rq=tumorpr%C3%A4vention

(5) Lynch B.; Neilson H.; Friedenreich C. (2011). Physical activity and breast cancer prevention. Recent Results Cancer Res 186, 13-42.

(6) O'Rorke M.; Cantwell M.; Cardwell C.; Mulholland H.; Murray L.: (2010). Can physical activity modulate pancreatic cancer risk? A systematic review and meta-analysis. In: t J Cancer 126, 2957-68.

(7) Schmidt D.; Steindorf K.; Leitzmann M. (2014). epidemiologic studies of physical Activity and primary prevention of cancer. In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 65, (1)

(8) Wolin K.; Tuchman H. (2011). Physical activity and gastrointestinal cancer prevention. Recent Results Cancer Res 186, 73-100.

(9) World Health Organization (2011). Global Recommendations on Physical Activity for Health. Zugriff online unter: http://www.padoc.de/gesunde-bewegung/