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NL15/01 – Artikel 2

Übergewicht und Adipositas sind in Deutschland weiterhin auf einem hohen Niveau. Von Adipositas wird ab einem BMI von 30 kg/m² gesprochen, Übergewicht, oder auch „Präadipositas“ wird durch einen BMI zwischen 25 und 30 definiert. Derzeit sind unter den 18-79 Jährigen 67 % der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig.

Übergewicht verbreitet sich weiter


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Prävalenz

Übergewicht und Adipositas sind in Deutschland weiterhin auf einem hohen Niveau. Von Adipositas wird ab einem BMI von 30 kg/m² gesprochen, Übergewicht, oder auch „Präadipositas“ wird durch einen BMI zwischen 25 und 30 definiert. Derzeit sind unter den 18-79 Jährigen 67 % der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig. Insbesondere bei den jungen Männern ist die Prävalenz ungewöhnlich hoch: 35% der Männer zwischen 18 und 29 Jahren sind übergewichtig, 62 % bei den 30–39 Jährigen. Adipositas liegt bei rund 23 % der Männer und Frauen vor. Die Zahl ist in den letzten Jahren merklich gestiegen, insbesondere bei den jüngeren Altersgruppen (6).

Folgen

Adipositas ist mit einem erhöhten Risiko für Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen verbunden. Die Lebenserwartung ist dementsprechend geringer (2). Adipositas erhöht außerdem einerseits das Risiko eine Depression zu entwickeln, um mehr als 50 %. Andererseits erhöht sich wiederum das Risiko einer depressiven Person um ca. 60 %, eine Adipositas zu entwickeln (5). Eine Studie auf der Grundlage eines sozio-ökonomischen Panels mit 7.990 Teilnehmern untersuchte den Zusammenhang von Übergewicht und Fehltagen. Die Ergebnisse zeigen einen positiven Zusammenhang, nachdem Personen mit einem gesundheitsgefährdenden Körpergewicht deutlich häufiger krank waren als Normalgewichtige (3) & (4). Eine weitere Studie mit 72.000 Personen untersuchte den Einfluss des Körpergewichtes auf die Arbeitsproduktivität zwischen 2003 und 2011. Die Ergebnisse zeigen, dass die Produktivität der stark übergewichtigen Personen sich signifikant von den normalgewichtigen unterschieden (3).

Normalgewicht
BMI < 25
Übergewicht
BMI 25-30
Starkes Übergewicht
BMI > 30
Krankentage gesamt 0,25 0,5 1,5
Differenz zum Normalgewicht 1 1 2

 

BMI

Der BMI setzt zunächst das Körpergewicht mit der Körpergröße ins Verhältnis. Um eine präzisere Einschätzung des Gesundheitsrisikos vornehmen zu können, bedarf es einer genaueren Betrachtung der spezifischen Körperzusammensetzung. Diese ist letztendlich entscheidend für die gesundheitsgefährdende Wirkung des Übergewichts (6). Es ist ein Unterschied, ob das Gewicht durch Muskel- oder Fettmasse geprägt wird. Die Fettdepots des Bauchraums („stammbetonte Verteilung“) sind mit einem höheren Risiko für Komplikationen verbunden, als die an der Hüfte lagernden. Grund ist die höhere Stoffwechselaktivität des Bauchfettes, die für eine gesteigerte Freisetzung von Fettsäure in den Blutkreislauf sorgt.

Die kardiorespiratorische Fitness ist als Messinstrument dem BMI in Hinblick auf Sterblichkeit überlegen. Sie gibt an, wie gut das Zusammenspiel aus Atmung und Blutkreislauf in der Lage ist, alle Körperregionen mit Sauerstoff zu versorgen. Wird dieses Messinstrument als Maßstab verwendet, so ergibt sich ein Sterblichkeitsrisiko, dass sehr viel abhängiger von der körperlichen Aktivität ist, als vom Körpergewicht (1). Demnach ist körperliche Aktivität nach den Vorgaben der WHO weiterhin unbedingt zu empfehlen, um der eigenen Gesundheit einen ständigen positiven Input zu geben.

Vertiefende Literatur zu diesem Thema:

Ratgeber Übergewicht: Informationen für Betroffene und Angehörige, Volker Pudel, 2009

Quellen

(1)    Barry, V.; Baruth, M.; Beets, M.; Durstine, J.; Liu, J.; Blair, S. (2012). Fitness vs. Fatness on All-Cause Mortality: A Meta-Analysis. Cardiovascular Diseases 56, 3 8 2 – 3 9 0

(2)    Flegal, K.; Kit, B.; Orpana, H.; Graubard, B. (2013). Association of All-Cause Mortality with Overweight and Obesity Using Standard Body Mass Index Categories A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA, 309, (1)

(3)    Kleinmann, Abouzaid, Andersen, Wang & Powers (2014). Cohort Analysis Assessing Medical and Nonmedical Cost Associated With Obesity in the Workplace. Journal of Occupational and Environmental Medicine, 56 (2), 161 – 170.

(4)    Lehnert, T.; Stuhldreher, N.;  MSc, Pawel Streltchenia, P.; Riedel-Heller, S.; König, H. (2014). Sick Leave Days and Costs Associated With Overweight and Obesity in Germany. Journal of Occupational and Environmental Medicine, 56 (1), 20.27.

(5)    Luppino, F.; de Wit, L.; Bouvy, P.; Stijnen, T.; Cuijper, P.; Phennix, B.; Zitman, F. (2010). Overweight, Obesity, and Depression A Systematic Review and Meta-analysis of Longitudinal Studies. Arch Gen Psychiatry. 67 (3), 220-229

(6)    Mensink, G.; Schienkiewitz, A.; Haftenberger, M.; Lampert, T.; Ziese, T.; Scheidt-Nave, C. (2013). Übergewicht und Adipositas in Deutschland Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1).  Bundesgesundheitsblatt, 56, 786–794.

(7)    Ratgeber Übergewicht: Informationen für Betroffene und Angehörige, Volker Pudel, 2009.