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Der Blog für Betriebliches Gesundheitsmanagement

Unser Blog bietet News rund um die Themen Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung.

Gesunder Schlaf schützt die Gesundheit und Produktivität

Melanie Linnenschmidt

Gesunder Schlaf ermöglicht unserem Körper, sich von der Phase der Aktivität zu erholen. Wird dem Körper Schlaf entzogen, sind nicht nur die kognitive Leistungsfähigkeit und Widerstandskraft herabgesetzt, sondern auch langfristig das Risiko für Krankheiten wie beispielsweise Typ-II-Diabetes, Adipositas sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Eine Studie von Möller-Levet und Kollegen (1) hat Anfang 2013 nun den neuen Befund vorgestellt, dass bereits eine Woche Schlafmangel von täglich 2-3 Stunden zu einer Veränderung der Gene führt. Die Studienteilnehmer schliefen durchschnittlich 5,7 Stunden in einem Schlaflabor und zeigten neben einer deutlich geminderten Vigilanz (Daueraufmerksamkeit) und Störung der „inneren Uhr“, eine Veränderung von insgesamt 711 Genen. Laut Möller-Levet könnte dies ein weiterer Grund für die gesundheitsgefährdende Wirkung von Schlafmangel sein. Produktivitätsverluste durch schlafrelevante Beschwerden

Rund ein Drittel der deutschen Erwachsenenbevölkerung weist laut Robert-Koch-Institut und dem Deutschem Gesundheitssurvey klinisch relevante Ein- oder Durchschlafstörungen auf (3 Mal oder mehr pro Woche), was von den Studienautoren als sehr hoch bewertet wird (2). Eine Studie von Rosekind und Kollegen (3) untersuchte bei 4188 Arbeitnehmern in den USA die Auswirkung von Schlafmangel auf die berufliche Leistungsfähigkeit und konnte zeigen, dass die Teilnehmer, die eine klinische relevante Schlafstörung aufwiesen, deutlich weniger produktiv waren, als Personen ohne schlafrelevante Beschwerden. Für Teilnehmer mit einer diagnostizierbaren Schlafstörung konnte im Vergleich zu der Gruppe ohne Schlafprobleme einen Produktivitätsverlust von 3 - 3,6 Prozent errechnet werden. Personen ohne diagnostizierbare Schlafstörung, die aber von mindestens einer Schlafproblematik berichteten, zeigten im Vergleich zu den Teilnehmern ohne Schlafprobleme ebenso einen Produktivitätsverlust von 2,1 Prozent.

Schlafqualität bei Mitarbeitern verbessern

Da gut ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland unter einer klinisch relevanten Schlafstörung leidet und ein noch größerer Anteil an Personen mit gemäßigten Ein- und Durchschlafstörungen und durchschnittlichem Produktivitätsverlust von ca. 2 Prozent anzunehmen ist, ist dies ein wichtiger Hinweis darauf, auch im Rahmen von betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen Kompetenzen zu vermitteln, die einen gesunden Schlaf ermöglichen. Die Stressmanagementkompetenz, zu der neben der Beschäftigung mit inneren Bewertungsprozessen auch der Lebensstil mit gesunder Ernährung sowie ausreichender körperlicher Aktivität und Entspannung gehört, hat einen bedeutsamen Einfluss auf die Schlafqualität und somit auch auf die Produktivität (4). Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Stressmanagements sollten daher nicht nur die Vermittlung und Erprobung von Entspannungstechniken beinhalten, sondern auch über den Zusammenhang von Lebensstil und Schlaf aufklären.

Wichtige Regeln für einen gesunden Schlaf

Die wichtigsten Regeln der Schlafqualität stellt die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin zusammen (5):

Stehen Sie (wenn möglich) jeden Morgen um dieselbe Zeit auf.

Gehen Sie nur Schlafen, wenn Sie wirklich müde und schläfrig sind.

Üben Sie entspannungsförderliche Schlafrituale vor dem Zubettgehen ein.

Treiben Sie regelmäßig Sport. Je besser die Fitness, desto besser die Erholungsfähigkeit des Körpers.

Nehmen Sie in den vier Stunden vor dem Zubettgehen keine koffeinhaltigen Getränke oder Medikamente zu sich.

Reduzieren Sie ihren Alkoholkonsum oder verzichten Sie im Falle von Schlafstörungen ganz auf Alkohol.

Meiden Sie Schlaftabletten oder gehen Sie vorsichtig und sparsam mit ihnen um.

 

Quellen:

(1)     Möller-Levet (2013). Effects of insufficient sleep on circadian rhythmicity and expression amplitude of the human blood transcriptome. PNAS, 110 (12).

(2)     Schlack et al. (2013).   Häufigkeit und Verteilung von Schlafproblemen und Insomnie in der deutschen Erwachsenenbevölkerung. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1).  Bundesgesundheitsbl 2013 · 56:740–748.

(3)     Rosekind et al. (2010). The Cost of Poor Sleep: Workplace Productivity Loss and Associated Costs. JOEM, Volume 52, Number 1.

(4)     Kaluza, G. (2007). Gelassen und sicher im Stress. Das Stresskompetenz-Buch. Stress erkennen, verstehen, bewältigen. Heidelberg: Springer.

(5)     DGSM (2011). Patientenratgeber der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. AG Isomnie. Ein- und Durchschlafstörungen.