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Der Blog für Betriebliches Gesundheitsmanagement

Unser Blog bietet News rund um die Themen Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung.

Gesund und leistungsfähig bis ins hohe Alter

Melanie Linnenschmidt

Die sieben Lebensstilregeln Die American Heart Association hat sich 2010 das Ziel gesetzt, innerhalb von zehn Jahren die Anzahl an Todesfällen in den USA aufgrund von kardiovaskulären Erkrankungen und Herzinfarkten um 20% zu reduzieren (1). Dafür haben sie die folgenden sieben Lebensstilregeln aufgestellt („Life’s simple 7“), für die sie unter anderem auf der Web-Seite „My Life Check“ sensibilisieren (2):

  • körperlich aktiv sein
  • ein gesundes Gewicht halten
  • gesund essen
  • einen gesunden Cholesterinspiegel halten
  • Blutdruck niedrig halten
  • normalen Blutzucker halten
  • nicht rauchen

 

Gesundheitsbewusstes Verhalten halbiert das Risiko für eine Krebserkrankung

Eine Studie von Rasmussen-Torvik und Kollegen (3) hat untersucht, welchen Einfluss die Einhaltung dieser Lebensstilregeln auf die Entwicklung von Krebserkrankungen hat. Dafür beobachteten sie 13.253 US-Amerikanerinnen und US-Amerikanern über einen Zeitraum von 20 Jahren hinsichtlich ihres Lebensstils und ihrer Gesundheit. Die Ergebnisse zeigen einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen der Anzahl an eingehaltenen Lebensstilregeln und dem verringerten Risiko an Krebs zu erkranken.

Wer allein zwei Lebensstilregeln beachtete, senkte das Krebsrisiko um rund 20% gegenüber jemandem, der keine der Regeln beachtete. Diejenigen, die vier Regeln in ihrem Lebensstil umsetzten, hatten ein um ein Drittel niedrigeres Risiko an Krebs zu erkranken als die Personen, die keine Regeln einhielten und damit alle sieben Gesundheitsrisiken aufwiesen. Wer sechs oder sieben Regeln beachtete, konnte das Risiko für eine Krebserkrankung sogar um 51% senken.

Verhaltensbedingte Gesundheitsrisiken auch in Deutschland weit verbreitet

Wie die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse des Deutschen Gesundheitssurvey (DEGS1) zeigen, bewegen sich 80% der deutschen Bevölkerung nicht ausreichend (4). Nur 15% der Frauen und 7% der Männer schaffen es, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Menge an Obst und Gemüse pro Tag zu essen und der Anteil an Diabetespatienten steigt ebenso besorgniserregend wie die Anzahl stark übergewichtiger Menschen in Deutschland (4, 5).

Es stellt sich daher die Frage nach den Ursachen für die hohe Prävalenz (=Vorkommenshäufigkeit) von verhaltensbedingten Gesundheitsrisiken, bei deren Reduzierung das Risiko für frühzeitige Erkrankungen, eine Verkürzung der Lebenszeit sowie eine Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit gesenkt wird.

Individuelle Gesundheitsvorsorge durch innovative Konzepte fördern

Erklärungsansätze der Gesundheitspsychologie verdeutlichen, dass die Vermittlung von reinen Präventionsangeboten bei den meisten Menschen nicht ausreicht, um lebensstilbezogene Verhaltensänderungen zu initiieren und diese langfristig aufrecht zu erhalten (6). Die Bundesärztekammer betonte daher auf dem 116. Deutschen Ärztetag in Hannover sehr richtig, dass Prävention zukünftig stärker auf das Individuum abgestellt und ein nachhaltiger Nutzen für die Gesundheit von Mitarbeitern im Rahmen von betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen nachgewiesen werden muss. Betriebliches Gesundheitsmanagement sollte demnach nicht nur als Marketinginstrument von Krankenkassen und Unternehmen dienen, sondern „Prävention zu einem Instrument intelligenter und differenzierter Gesundheitsvorsorge“ machen (7).

 

Quellen:

(1)     American Heart Association (2011). Heart Healthy. Los Angeles Business Journal, Feb 28. Verfügbar unter: http://www.cbjonline.com/a2labj/supplements/Heart-Healthy_1102.pdf

(2)     My Life Check – Better Life with Life’s Simply 7. http://mylifecheck.heart.org/

(3)     Rasmussen-Torvik, L. J.,  Shay, C. M., Abramson, J. G., Friedrich, C. A., Nettleton, J. A., Prizment, A. E. & Folsom, A. R. (2013). Ideal Cardiovascular Health is Inversely Associated with Incident Cancer. The Atherosclerosis Risk in Communities Study. Ciculation, 127(12), 1270-5.

(4)     RKI (2013) „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts. Wichtige Ergebnisse auf einen Blick. Verfügbar unter http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Degs/degs_w1/DEGS1-Ergebnisse.pdf?__blob=publicationFile

(5)     Mensink, G. B. M., Truthman, J., Rabenberg, M., Heridemann, C., Haftenberger, M., Schlenkiewitz, A. & Richter, A. (2013). Obst- und Gemüsekonsum in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsblatt, 56, 779-785.

(6)     Renneberg, B. & Hammelstein, P. (2006). Gesundheitspsychologie. Heidelberg: Springer.

(7)     Dokumentation zum 116. Deutschen Ärztetag (2013).Tätigkeitsbericht der Bundesärztekammer. Entschließungen zum Tagesordnungspunkt VI. Deutsches Ärzteblatt, 110(25), A1273-A1280.

 

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