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Volkskrankheit Diabetes mellitus - Anstieg um 38% vor allem durch ungesunden Lebensstil

Melanie Linnenschmidt

Diabetes mellitus zählt zu den sozioökonomisch bedeutendsten Zivilisationskrankheiten, die sich im Laufe der Industrialisierung und der damit einhergehenden Veränderung der Lebensstile entwickelt hat (1). Weltweit hat sich die Zahl der Erwachsenen mit Diabetes mittlerweile mehr als verdoppelt. Die größte Untersuchung zur Gesundheit und zum Gesundheitsverhalten der Erwachsenen in Deutschland (Deutscher Gesundheitssurvey I) hat gezeigt, dass auch in Deutschland die Anzahl an Diabetes Typ II erkrankenden Menschen dramatisch zugenommen hat (2). Seit der letzten großen Untersuchung im Jahr 1998 ist die Prävalenz (=Vorkommenshäufigkeit) um 38% gestiegen, wobei nur 14% dieses Anstiegs auf den demografischen Wandel zurückzuführen ist. Therapie und Prävention durch Verbesserung des Gesundheitsverhaltens

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die infolge eines Insulinmangels (Typ I) oder einer mangelnden Insulinwirkung (Typ II) eine erhöhte Blutzuckerkonzentration bedeutet (1, 2). Eine nicht ausreichende Kontrolle des Blutzuckerspiegels geht mit einer schweren Schädigung der Gefäße und der peripheren Nerven einher, was wiederum zu koronarer Herzkrankheit (Herzinfarkt, Schlaganfall), Erblindung, Nierenversagen und Amputationen der unteren Gliedmaßen führen kann.

Im Vergleich zum Diabetes Typ I, der durch eine autoimmune Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen vor allem im Kindesalter auftritt, sind die Ursachen von Diabetes Typ II in erster Linie ungünstigen Lebensgewohnheiten wie Fehlernährung, Bewegungsmangel und damit einhergehendem Übergewicht zuzuschreiben (1, 2). Die hohe Prävalenz von verhaltensbedingten Gesundheitsrisiken in Deutschland (3) erklärt deshalb auch, weshalb 80-90% der registrierten Diabetesfälle zu dem Diabetes Typ II zählen (1).

Während Diabetes Typ I nur durch das regelmäßige Spritzen von Insulin reguliert werden kann, kann Diabetes Typ II hingegen durch die Umstellung der Lebensgewohnheiten mit einer gesünderen Ernährungsweise, mehr körperlicher Aktivität und der Reduzierung von Übergewicht teilweise vollständig behandelt werden.

Reduzierung von verhaltensbedingten Risiken durch Betriebliches Gesundheitsmanagement unterstützen

Auf der Grundlage verschiedener regionaler Studien sowie Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes, wird der Anstieg der Prävalenz des Diabetes Typ II bis 2030 allein bei den 55-74-Jährigen um 64% (1,5 Millionen Personen) geschätzt (2). Der zusätzliche Trend einer immer früheren Erkrankung an Diabetes Typ II im mittleren Lebensalter und der bestehende Zusammenhang zwischen Diabetes Typ II und der Leistungsfähigkeit (4, 5), betonen erneut den bereits hohen Bedarf an präventiven Maßnahmen zur Reduktion verhaltensbedingter Gesundheitsrisiken.

Da laut Experten die Umsetzung ärztlicher Empfehlungen nach wie vor das größte Problem in der Therapie und Prävention verhaltensbedingter Gesundheitsrisiken darstellt (6), ist der Unternehmenskontext ein umso bedeutenderer Rahmen, um verhaltenspräventive Gesundheitsprogramme effektiv und nachhaltig umzusetzen. Dabei sollte ein individueller Ansatz ebenso wie die konsequente Einbindung der Führungskräfte als Vorbild und Unterstützer eine wichtige Rolle spielen. Die Erhöhung der Gesundheitskompetenz jedes einzelnen Mitarbeiters, die sie befähigt eigenverantwortlich neue Verhaltensweisen aufzunehmen und günstigere Lebensgewohnheiten zu entwickeln, sollte ein wichtiges Ziel des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sein.

Quellen:

(1)     Heidemann C, Du Y, Scheidt-Nave C (2011). Diabetes mellitus in Deutschland. Hrsg. Robert Koch-Institut Berlin. GBE kompakt 2(3).

(2)     Heidemann, C., Du, Y., Schubert, I., Rathmann, W. & Scheidt-Nave, C. (2013). Prävalenz und zeitliche Entwicklung des bekannten Diabetes mellitus. Bundegesundheitsblatt, 56, 668-677.

(3)     RKI (2013) „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ des Robert-Koch-Instituts. Wichtige Ergebnisse auf einen Blick.

(4)     Steinke, M. & Badura, B.  (2011). Präsentismus: Ein Review zum Stand der Forschung. 1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2011.

(5)     Tuncelli et al. (2005). The Impact of Diabetes on Employment and Work Productivity. Diabetes Care, 28(11), 2662-2667.

(6)     Schuler, G. C., Koenig, W., Adams, V. & Gohlke, H. (2013). Kommentar zu den neuen Leitlinien (2912) der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zur kardiovaskulären Prävention. Kardiologie 7, S. 251-260.